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20. August 2017, 18:55 Uhr

Flüchtlings- und Wohnungskrise

Polizei vertreibt knapp tausend Migranten aus Haus in Rom

Raus, aber wohin? In Rom hat die Polizei ein Haus geräumt, in dem fast tausend Migranten lebten. Viele waren aus Afrika geflüchtet und schliefen danach auf der Straße. Menschenrechtler kritisierten die Aktion.

Hunderte italienische Polizisten haben am Samstag ein von fast tausend Migranten besetztes Haus im Zentrum Roms geräumt. Viele Besetzer waren Flüchtlinge aus Eritrea und Äthiopien. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten und Journalisten wurden auch Schwangere und Kinder des Hauses verwiesen.

Dutzende Besetzer sollen die Nacht zum Sonntag vor dem Haus auf der Straße verbracht haben. Eine italienische Journalistin twitterte Bilder davon. Das ehemalige Bürogebäude war im Oktober 2013 besetzt worden, 2015 ordnete ein Richter seine Räumung an.

Amnesty International und die Uno-Flüchtlingshilfe kritisierten die Räumung. Viele Politiker begrüßten sie dagegen - unter ihnen Senator Stefano Pedica von der regierenden Mitte-Links-Partei PD. Er forderte, die Migranten sollten in besser geeignete Unterkünfte gebracht werden.

Die städtischen Behörden teilten mit, besonders Bedürftigen werde eine andere Unterkunft angeboten. Frauen mit Kindern wurden vorübergehend wieder in das Haus nahe dem römischen Hauptbahnhof gelassen.

lov/dpa

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