Aktion gegen Seenotretter Rechtsextreme Aktivisten brechen Mittelmeereinsatz ab

Mit ihrem Schiff wollten Aktivisten der "Identitären Bewegung" im Mittelmeer Menschen von der Flucht nach Europa abhalten. Nun beenden die Rechtsextremisten den Einsatz - nach ziemlich kurzer Zeit.

"C-Star" im Mittelmeer
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"C-Star" im Mittelmeer


Das von rechtsextremen Aktivisten gecharterte Schiff "C-Star" hat seinen Einsatz im Mittelmeer beendet. Die Teilnehmer der Aktion "Defend Europe" erklärten in einer Mitteilung, ihre Mission sei ein "uneingeschränkter Erfolg" gewesen. Das Schiff war seit Juli unterwegs und hatte knapp eine Woche vor der Küste Libyens patrouilliert.

Die Aktivisten hatten unter anderem gedroht, Flüchtlingsboote in Seenot zurück nach Libyen zu bringen, dazu kam es jedoch nicht. Die "C-Star" machte unter anderem Schlagzeilen damit, dass einige Crewmitglieder auf Zypern Asyl beantragten. Außerdem hatte das Schiff vergangene Woche technische Probleme. Ein Boot mit deutschen Flüchtlingsrettern wollte den Rechtsextremen helfen, diese nahmen das Angebot aber nicht an.

Hinter der Aktion stehen deutsche, französische und italienische Mitglieder der "Identitären Bewegung", die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Hilfsorganisationen hatten die Aktion der Gruppe scharf kritisiert. Die Aktivisten hatten mit der "C-Star" unter anderem ein Schiff der beiden Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée verfolgt.

Video: Was die "Identitären" im Mittelmeer vorhaben

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Über den Einsatz von Seenotrettern im Mittelmeer tobt derzeit ein heftiger Streit zwischen Behörden und Helfern. Mittlerweile haben mehrere Hilfsorganisationen ihren Einsatz im Mittelmeer ausgesetzt, weil Libyen eine Art Sperrzone vor der eigenen Küste für sich beansprucht und Rettungsschiffe aufgefordert hat, den Küsten des nordafrikanischen Landes fernzubleiben.

brt/mxw/AFP

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