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Verschollene Boeing: Kieler Ozeanforscher planen Sucheinsatz mit Spezial-U-Boot

Mini-U-Boot "Abyss": Hilfe für Malaysia Zur Großansicht
DPA/ IFM

Mini-U-Boot "Abyss": Hilfe für Malaysia

Bei der Suche nach Flug MH370 im Indischen Ozean könnten auch deutsche Experten zum Einsatz kommen. Nach SPIEGEL-Informationen bereiten Kieler Ozeanforscher den Einsatz eines U-Boots vom Typ "Abyss" vor.

Hamburg/Kiel - Die Experten des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung rechnen im Fall der verschollenen Malaysia-Boeing mit einem Suchauftrag. Nach Informationen des SPIEGEL bereiten sich die Forscher darauf vor, mit ihrem Spezial-U-Boot nach Flug MH370 zu suchen. Demnach rechnen sie mit einem entsprechenden Auftrag, sobald die ersten Trümmer gefunden sind (hier geht es zur SPIEGEL-Titelgeschichte zu Flug MH370).

Das Kieler Institut besitzt eines der weltweit drei existierenden autonom operierenden U-Boote vom Typ "Abyss". Die Gefährte sind dafür ausgerüstet, ab einer Meerestiefe von 3000 Metern zu suchen.

Die anderen beiden "Abyss"-Exemplare gehören zum amerikanischen Woods-Hole-Institut WHOI in Massachusetts. Bereits bei der Suche nach der 2009 verschollenen Air-France-Maschine hatten die Kieler mit den US-Experten kooperiert. Auch jetzt wollen sie sich mit den Amerikanern zusammentun. "Wir haben uns mit den amerikanischen Kollegen bereits abgesprochen, dass wir die Suche wieder gemeinsam machen", sagte der Direktor des Helmholtz-Zentrums, Peter Herzig, dem SPIEGEL. "Mit dem Sonar von drei U-Booten lässt sich simultan eine viel größere Fläche absuchen."

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18  Bilder
Boeing-Flug MH370: Hoffnung aus China
Das vier Meter lange U-Boot steht derzeit in den Werkhallen des Instituts am Kieler Hafen. "Wir tauschen die Batterien aus, warten den Antrieb und die Sensoren des Tauchgefährts", sagte Herzig.

Im Frühjahr 2011 hatten die Kieler Ozeanologen mit ihrem Spezial-U-Boot das Trümmerfeld der verunglückten Air-France-Maschine im Atlantik geortet. Nun hoffen die Experten, auch bei der Suche nach Flug MH370 helfen zu können. "Wenn es uns gelingt, den Suchort einzugrenzen, dann bin ich auch optimistisch, dass wir das Wrack auf dem Boden finden werden", sagte Herzig dem Magazin.

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SPIEGEL ONLINE/ AMSA

Australische Satellitenbilder hatten das Augenmerk der internationalen Suchflotte vergangene Woche auf den südlichen Flugkorridor gelenkt. Die Aufnahmen zeigen zwei schwimmende Objekte etwa 2500 Kilometer südwestlich von Perth. Am Samstag veröffentlichte chinesische Satellitenbilder unterstützen die Vermutung, dass die Maschine mit 239 Menschen an Bord im südlichen Indischen Ozean abstürzte. Die Aufnahmen zeigten erneut ein schwimmendes Objekt.

Ob es sich dabei um dieselben Teile handelte, ist unklar. Bisher wurde jedoch keines der Objekte gesichtet. Die Suche nach den möglichen Trümmern gestaltet sich seit Tagen schwierig. Ein hoher Wellengang, eine starke Strömung und nicht zuletzt das schlechte Wetter erschweren die Unternehmungen.

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1.
Olaf 23.03.2014
Zitat von sysopGetty ImagesBei der Suche nach Flug MH370 im Indischen Ozean könnten auch deutsche Experten zum Einsatz kommen. Nach SPIEGEL-Informationen bereiten Kieler Ozeanforscher den Einsatz eines U-Boots vom Typ "Abyss" vor. http://www.spiegel.de/panorama/flug-mh370-kieler-experten-planen-einsatz-von-spezial-u-boot-a-960178.html
Man scheint also entschlossen das Flugzeug zu finden. Das ist gut, schon allein weil es den Angehörigen letzte Sicherheit über das Schicksal ihrer Lieben geben wird und weil es helfen wird die Ursachen dieses Unglücks aufzuklären.
2. Es ist doch voellig sinnlos und zu teuer!!
papayu 23.03.2014
Die Maschine ist verschwunden, wahrscheinlich irgendwo in der Tiefe 3000 m und mehr abgesackt. Es liegt eine Passagierliste aus und auch die Besatzung ist namentlich bekannt. Wie viele Schiffe liegen in den Weltmeeren inclusive der Besatzungen, die sehr oft nicht einmal namentlich bekannt sind!!
3. Die Kieler wieder
antooneo 23.03.2014
Wollen sie es also dieses Mal können? Beim Air France Unglück Haben sie doch damals gekniffen und sind mit ihrem Boot abgehauen, weil sie befürchteten, im Wrack Tote zu sehen. Das fanden sie nicht zumutbar. Und nun?
4. Es gab eine Anfrage von den USA
Alm Öhi 23.03.2014
Warum schreibt man nicht das die USA eine Anfrage gestellt hat?
5. Was soll das noch ?
bonbox 23.03.2014
Jede Rettungsaktion wird auf dem offenen Meer nach ein paar Tagen ohne weiter Lebenszeichen obwohl das Wrack gefunden wurde abgeblasen . Menschen haben im Wasser im offenen Meer nur sehr geringe Überlebenschancen . Jedes Rettungsboot und Rettungsschwimmwesten haben Peilsender die glaube ich auch nur 5-6 Tage funktionieren . Bei diesem Flieger samt Insassen fehlt jede Spur , kein Notruf , keine Peilung , kein Handy Kontakt , alles ist abrupt abgebrochen , ich glaube kaum das es weder Wrack Teile zu finden noch Überlebende gibt . Und das nach x von Tagen auf dem offen Meer und widrigen Wetter . Die Behörden müßen den Angehörigen klar machen , wir finden nichts an Hinweise und Überlebende schon gar nichts , wir haben alles versucht ( ? ) und müßen alle Insassen offiziell als Verschollen bzw Tot erklären . Natürlich mit dem entsprechenden Fingerspitzen Gefühl . Ich denke bei dem Fall ist alle Hoffnung auch schon gestorben . mfg BB
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Fotostrecke
Vermisste Boeing: China schickt Eisbrecher als Verstärkung

Passagiere nach Nationalitäten
China 153
Malaysia 38 + 12 Flugzeugbesatzung
Indonesien 7
Australien 6
Indien 5
Frankreich 4
USA 3
Kanada 2
Neuseeland 2
Ukraine 2
Russland 1
Taiwan 1
Italien 1 (gestohlener Pass)
Österreich 1 (gestohlener Pass)
Niederlande 1

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