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Suche nach Flug MH370: Malaysia veröffentlicht Satellitendaten

Veröffentlichte Satellitendaten: "Der Rest ist Rauschen" Zur Großansicht
AFP

Veröffentlichte Satellitendaten: "Der Rest ist Rauschen"

Was geschah mit Flug MH370? Anhand von Satellitendaten berechneten Ermittler eine Absturzstelle im Indischen Ozean. Jetzt hat die malaysische Regierung die zugrundeliegenden Protokolle veröffentlicht - doch unter Experten herrscht Skepsis.

Kuala Lumpur - Gemeinsam mit dem britischen Unternehmen Inmarsat hat die Regierung Malaysias erstmals Satellitendaten veröffentlicht, die der Berechnung der letzten Position von Flug MH370 zugrunde liegen. Unabhängige Experten und Angehörige von Passagieren hatten seit längerem gefordert, die Informationen zugänglich zu machen, um das Schicksal der seit drei Monaten verschollenen Maschine zu klären.

Das jetzt veröffentlichte pdf-Dokument mit einem Umfang von 47 Seiten enthält Kommunikationsprotokolle von Satelliten, die Inmarsat betreibt. Obwohl sämtliche Ortungs- und Funksysteme der Boeing 777-200 ausgeschaltet waren, hatte die Maschine zuletzt einmal pro Stunde Kontakt zu einem der Satelliten aufgenommen - ähnlich wie ein Mobiltelefon, das bei der Netzsuche einen Sendemast anfunkt.

Auf Grundlage dieser Daten hatten Ermittler eine Flugroute berechnet, die die Malaysia-Airlines-Maschine weit auf den südlichen Indischen Ozean hinausgeführt haben soll. Demnach wäre die Boeing mit 239 Menschen an Bord in der entlegenen Meeresregion westlich von Australien abgestürzt. Entscheidend bei dieser Berechnung sind unter anderem die Laufzeiten der Signale, aus denen sich eine Distanz vom Satelliten zum Flugzeug ableiten lässt. Bislang hatte Malaysia die Daten hierzu unter Verschluss gehalten - sehr zum Ärger vieler Angehöriger.

"Eine Menge Kram, den man nicht wissen muss"

Bereits jetzt melden sich allerdings erste Fachleute zu Wort, die auch das publizierte Material für unzureichend halten. Entscheidende Hypothesen, Algorithmen und Metadaten, die zu den Ergebnissen der Ermittler geführt hätten, stünden nicht in dem Dokument. Enthalten sei stattdessen "eine Menge Kram, den man nicht unbedingt wissen muss", sagte Michael Exner, ein Experte für Mikrowellen-Radiometrie. "Wahrscheinlich sind zwei oder drei Seiten davon wichtig. Der Rest ist Rauschen. Es trägt nicht zum besseren Verständnis des Falls bei."

Der britische Astrophysiker und Wissenschaftsautor Duncan Steel hingegen schreibt auf seiner Website, ein Teil der Daten könne womöglich erklären, warum die Ermittler sich auf die südliche Flugroute festgelegt hätten. Dazu seien aber genauere Analysen notwendig, die etwas Zeit in Anspruch nähmen. Gleichzeitig äußerte auch Steel seine Enttäuschung über die späte Veröffentlichung. "Ich kann keinen Grund erkennen, warum man diese Informationen nicht schon vor neun oder zehn Wochen hätte zugänglich machen können." Weite Teile des pdf-Dokuments seien irrelevant; etwa 18 Zeilen darin seien von Bedeutung. Dennoch sei es gut, dass die Informationen nun öffentlich zugänglich seien.

Auf Grundlage der Berechnungen hatte ein internationales Suchkommando westlich von Australien wochenlang nach Trümmerteilen oder Signalen des Flugschreibers gefahndet - ohne Erfolg. Zwar hatte ein Spezialgerät der US-Marine Ultraschalltöne registriert, die zu einer Blackbox passen würden, bestätigt wurde der Fund allerdings nie.

In einer nächsten Phase des Einsatzes soll nun in einem sehr viel größeren Gebiet nach der vermissten Maschine gesucht werden. Das Areal umfasst rund 60.000 Quadratkilometer und ist damit etwas kleiner als Bayern. Die Beschaffenheit des Meeresbodens in dem Gebiet ist weitgehend unbekannt.

rls/AP

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1.
Hans58 27.05.2014
Zitat von sysopAFPWas geschah mit Flug MH370? Anhand von Satellitendaten berechneten Ermittler eine Absturzstelle im Indischen Ozean. Jetzt hat die malaysische Regierung die zugrundeliegenden Protokolle veröffentlicht - doch unter Experten herrscht Skepsis. http://www.spiegel.de/panorama/flug-mh370-malaysia-und-inmarsat-veroeffentlichen-satellitendaten-a-971896.html
Alle Achtung! SpON hat noch vor JACC die "Roh-Daten" veröffentlicht. Ich bin gespannt, welche Experten nun hier die Daten anzweifeln und welche Argumente dafür herangezogen werden.
2. Mh 370
eaglereno 27.05.2014
Das Ganze bleibt weiterhin äußerst mysteriös. Keiner weiß etwas, niemand hat etwas gesehen. Wer spielt da mit gezinkten Karten?
3. stellt sich noch die Frage
Luna-lucia 27.05.2014
Zitat von sysopAFPWas geschah mit Flug MH370? Anhand von Satellitendaten berechneten Ermittler eine Absturzstelle im Indischen Ozean. Jetzt hat die malaysische Regierung die zugrundeliegenden Protokolle veröffentlicht - doch unter Experten herrscht Skepsis. http://www.spiegel.de/panorama/flug-mh370-malaysia-und-inmarsat-veroeffentlichen-satellitendaten-a-971896.html
soll die Maschine gefunden werden? Wenn nicht? Warum nicht? Was, oder wer hat daran Interesse? Wenn soviel möglich ist, wie die Amis, und andere Raumfahrtnationen können, wenn man Roboter auf dem Mars steuern kann - wobei ein Funkbefehl nur in eine Richtung, schon ca. 20 min. braucht, dann versteht wohl niemand mehr, warum man hier anscheinend nix finden, orten ... kann!!? Und einen Kurs zurückverfolgen? Vielleicht sollte man dazu einmal Navigations-Lehrberechtigte fragen – in Verbindung mit Wetterexperten
4. Mh370
ornitologe 27.05.2014
Geisterflug, Ausserirdische, Raum-Zeit-Loch, Entführung? Dass es unerklärliche Phänomene auf diesem Planeten gibt, wird niemand bestreiten. Allerdings sind ausser in deutschen Medien noch andere Versionen über den Verbleib dieses Fluges im Umlauf. Darunter auch eine sehr plausible, welche ich hier nicht wiedergeben möchte. Meine Frage ist, warum werden wir nach wie vor mit informativen Fragmenten abgespeist? Warum hat jeder andere Europäer mehr Recht auf unabhängige Information als wir Deutsche?
5. Wie ich die Sache sehe,
cmann 27.05.2014
Zitat von sysopAFPWas geschah mit Flug MH370? Anhand von Satellitendaten berechneten Ermittler eine Absturzstelle im Indischen Ozean. Jetzt hat die malaysische Regierung die zugrundeliegenden Protokolle veröffentlicht - doch unter Experten herrscht Skepsis. http://www.spiegel.de/panorama/flug-mh370-malaysia-und-inmarsat-veroeffentlichen-satellitendaten-a-971896.html
besteht inzwischen weder von der Malaysischen noch von der Chinesischen Regierung echter Aufklärungsbedarf! Das Verschwinden von MH370 wird wohl, trotz aller nur erdenklichen technischen Möglichkeiten, ein Rätsel bleiben! Ich gehe aber inzwischen davon aus, dass alle involvierten Parteien mehr wissen, als sie bisher bekannt geben haben.
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