Flughafen Stuttgart SPD-Chef Müntefering übersteht Notlandung

Beim Landeanflug in Stuttgart ist eine Maschine aus Berlin verunglückt. 87 Menschen waren an Bord der Fokker 100 - darunter auch Franz Müntefering. Der SPD-Chef überstand die Notlandung unverletzt, sprach von einer "ernsten Situation". Einige andere Passagiere mussten ärztlich behandelt werden.

Florian Conrad

Stuttgart - Großalarm am Stuttgarter Flughafen. Gegen 10.40 Uhr musste dort eine Maschine des Typs Fokker 100 notlanden. Der Flieger der Gesellschaft Contact Air, der in Berlin-Tegel gestartet war, hatte Probleme mit dem Fahrwerk. An Bord befand sich auch der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering.

Die insgesamt 82 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder wurden nach der Notlandung über Notrutschen aus dem Flugzeug gebracht.

Fünf Fluggäste hätten einen Schock erlitten, eine Flugbegleiterin sei zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

"Es war eine ernste, sehr ernste Situation", ließ Müntefering, 69, wenig später mitteilen. "Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden. Alle im Flugzeug waren sehr diszipliniert. Unser großer Dank gilt dem Kapitän, der eine Meisterleistung hingelegt hat, und seiner Crew, die die Situation professionell gehandhabt hat."

Müntefering soll an diesem Montag bei Wahlkampfveranstaltungen in Stuttgart-Feuerbach und später in Augsburg sprechen.

Wegen des Zwischenfalls wurde die Start- und Landebahn am Flughafen Stuttgart vorübergehend gesperrt.

Zur Ursache des Unfalls sagte der Geschäftsführer der Fluggesellschaft Contact Air, Manfred Gärtner, das Hauptfahrwerk der Maschine habe sich nicht komplett ausfahren lassen. Vergleichbare Probleme bei dem Flugzeugtyp seien ihm nicht bekannt. Das 13 Jahre alte zweistrahlige Düsenflugzeug landete auf einem zuvor ausgelegten Schaumteppich.

Die Fluggesellschaft Contact Air ist Partner der Lufthansa.

pad/dpa/AP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.