Taiwan Flugzeug mit 58 Menschen an Bord streift Brücke und stürzt in Fluss

Ein Passagierflugzeug ist in einen Fluss in Taiwans Hauptstadt Taipeh gestürzt. Ein großer Teil der Passagiere konnte offenbar gerettet werden, es soll aber auch mehrere Tote gegeben haben. Ein Autofahrer filmte den Absturz.

imago/ Xinhua

Taipeh - Der Flug GE235 der taiwanesischen Fluggesellschaft TransAsia war auf dem Weg von Taipeh zu der Insel Kinmen vor dem chinesischen Festland. Gegen 10.55 Uhr soll kurz nach dem Start vom Songshan-Flughafen der Funkkontakt abgebrochen sein.

Dann streifte die Maschine des Typs ATR-72-600 eine Brücke und stürzte in den Keelung-Fluss. Ein Autofahrer dokumentierte das Unglück von der Straße aus mit seiner Handykamera. Die spektakulären Aufnahmen kursieren derzeit in den sozialen Netzwerken.

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Taiwan: Flugzeug fliegt in Brücke
Wie die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA berichtete, wurden umgehend Rettungskräfte zur Unfallstelle geschickt. In dem fast vollständig mit Wasser bedeckten Wrack sollen sich noch Menschen befinden.

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Ein großer Teil der Passagiere konnte laut Berichten taiwanesischer Fernsehsender gerettet werden. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Rund ein Dutzend Menschen galten zunächst als vermisst. Der Chef der örtlichen Luftfahrtbehörde, Lin Chih-ming, sprach von zwei Toten, CNA berichtete von mindestens acht Opfern. Dem Sender TVBS zufolge befanden sich 31 Chinesen an Bord. Beim Absturz soll die ATR-72-600 ein Taxi touchiert haben - der Fahrer wurde verletzt.

Der Flieger soll Wohnblöcke nahe der Absturzstelle nur knapp verfehlt haben. Der Chef der Fluggesellschaft TransAsia, Peter Chen, entschuldigte sich auf einer Pressekonferenz bei Passagieren und Crew. Chinas Premier Li Keqiang bot seine Hilfe an.

Wieso das Flugzeug vom Kurs abkam, ist nicht bekannt. Die in Frankreich gefertigte Turboprop-Maschine war ersten Berichten zufolge gerade mal zehn Monate alt.

Erst im Juli 2014 war eine TransAsia-Maschine des Typs ATR-72 bei einem Landeversuch auf der Insel Penghu mit 48 Passagieren an Bord abgestürzt. Damals führten heftige Stürme und schlechte Sicht zu dem Unglück.

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ala/dpa/AP



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