Unfall in den USA Flugzeug rammt Fallschirmspringer

In den USA ist eine Cessna mit einem Fallschirmspringer zusammengestoßen. Fotos zeigen den spektakulären Unfall, bei dem der Flieger abstürzt und der Fallschirmspringer zu Boden kracht. Kaum zu glauben: Die Crash-Beteiligten verletzten sich offenbar nur leicht.


Mulberry - Die Geschichte klingt unglaublich: Auf dem South Lakeland Flugplatz in Mulberry, Florida, rammte am Samstag ein Pilot mit seiner Cessna einen Fallschirmspringer. Der Flieger krachte anschließend mit der Spitze zu Boden, der Fallschirmspringer stürzte ab - und beide Beteiligten kamen mit leichten Verletzungen davon.

Tim Telford machte zufällig Bilder an dem Flughafen und dokumentierte dabei den kompletten Ablauf des Crashs. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte er dem Fernsehsender "My Fox Tampa Bay".

Was war genau geschehen? Laut Angaben der örtlichen Behörden übte ein 87 Jahre alter Pilot auf dem Flugplatz Starts und Landungen mit seiner Cessna. Als er das dritte Mal abhob, geriet er mit dem rechten Flügel in die Seile eines Fallschirms, mit dem ein 49-Jähriger gerade der Erde entgegenschwebte. Die Seile wurden dabei teilweise durchtrennt, der Fallschirmspringer rund 23 Meter in die Luft geschleudert. Durch den Widerstand zog es die Cessna nach unten, der Flieger stürzte frontal ab. Neben dem Flugzeug knallte auch der Fallschirmspringer auf den Boden.

Fotostrecke

5  Bilder
Unfall in den USA: Ein Flieger hängt in den Seilen
Nur ein paar Schrammen

"Wir rannten zu ihnen und dachten, sie wären schwer verletzt", sagte ein Freund des Piloten, der den Unfall beobachtet hatte, dem TV-Sender. Die beiden Beteiligten hatten jedoch riesiges Glück: Bei einer sofortigen Untersuchung in einem Krankenhaus stellten die Ärzte laut des Berichts nur leichte Blessuren fest. Der Fallschirmspringer durfte das Hospital wieder verlassen, der Pilot musste zunächst für weitere Untersuchungen bleiben.

Tim Telford, der den Unfall fotografierte, sagte dem Sender: "Die beiden hatten hier und dort ein paar Schrammen, sonst nichts. Ich glaube, sie dürften beide einfach glücklich sein, noch zu leben."

Ein Nachspiel wird der Unfall trotzdem haben: Die Behörden versuchen derzeit herauszufinden, wer für den Crash verantwortlich war.

cst

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insgesamt 15 Beiträge
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steve_burnside 09.03.2014
1. Keine gute Idee.
Unabhängig davon, wer tatsächlich Schuld hat, halte ich es grundsätzlich für keine gute Idee mit dem Fallschirm direkt auf der Startbahn zu landen. Er kann das doch von oben genau sehen und entsprechend steuern.
loki21 09.03.2014
2.
Zitat von steve_burnsideUnabhängig davon, wer tatsächlich Schuld hat, halte ich es grundsätzlich für keine gute Idee mit dem Fallschirm direkt auf der Startbahn zu landen. Er kann das doch von oben genau sehen und entsprechend steuern.
Wo soll er dann bitte schön landen? Ihre Argumentation könnte man auch umdrehen. Der Pilot sieht doch den Fallschirmspringer und kann entsprechend steuern. Mal ganz davon abgesehen, daß es auf einem Flugplatz Regeln gibt und nicht jeder machen kann, was er will. So ist z.B. beim Absprung von Fallschirmspringern die Landebahn für Flugzeuge für eine bestimmte Zeit gesperrt. Bis Alle unten sind, dann wird die Landebahn für Flugzeuge wieder freigegeben und die erste Maschine kann wieder landen. Folglich hat scheinbar der Pilot hier den Fehler begangen und das Landeverbot, welches ja in dieser Zeit gegeben haben muß, missachtet. Alternativ wäre noch der Fehler bei der Flugleitung zu suchen.
whistleblower2013 09.03.2014
3. Nicht so einfach ist das nicht
1. Der Flughafen hat kein Tower. D.h. Dass Piloten miteinander kommunizieren müssen. 2. die Cessna hat die Tragflächen oben. D.h. Der Pilot sieht den Fallschirm nicht 3. gibt es NOTAMS in denen Fallschirmaktivitaeten veröffentlicht werden. 4. es gibt also wie immer eine Menge theoretische Ansatzpunkte ... Happy landings
kc85 09.03.2014
4. In Physik eine 6 ...
Nur weil die Nase der Cessna auf Bild 4 nacht unten zeigt, geht das Teil nocht lange nicht "beinahe senkrecht ... runter". Klingt aber natürlich aufregender. Wobei die Zirkusnummer keine Übertreibungen braucht. Schräg genug ist diese Fehlleistung allemal. An Hand der dürftigen Infos ernsthaft die Schuldfrage zu diskutieren, dürfte dem Äquivalent von Kaffeesatzleserei entsprechen. Im Straßenverkehr würde man jedenfalls den Piloten schon auf Grund seines Alters mal eben vorab schuldig sprechen. kc85
nmu 09.03.2014
5.
Zitat von loki21Wo soll er dann bitte schön landen? Ihre Argumentation könnte man auch umdrehen. Der Pilot sieht doch den Fallschirmspringer und kann entsprechend steuern. Mal ganz davon abgesehen, daß es auf einem Flugplatz Regeln gibt und nicht jeder machen kann, was er will. So ist z.B. beim Absprung von Fallschirmspringern die Landebahn für Flugzeuge für eine bestimmte Zeit gesperrt. Bis Alle unten sind, dann wird die Landebahn für Flugzeuge wieder freigegeben und die erste Maschine kann wieder landen. Folglich hat scheinbar der Pilot hier den Fehler begangen und das Landeverbot, welches ja in dieser Zeit gegeben haben muß, missachtet. Alternativ wäre noch der Fehler bei der Flugleitung zu suchen.
Wie kommen Sie denn auf den Unsinn? Plätze mit Sprungbetrieb haben eine Landezone für die Fallschirmspringer, die abseits der Pisten und An- und Abflugschneisen liegt. Ich würde mal vermuten, dass der Springer die Landezone verfehlt hat und zu nahe an der Piste heruntergekommen ist. Das halte ich für wahrscheinlicher als das der Pilot beim Starten die Piste verlassen und die Sprunglandezone gekreuzt hat.
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