Flutkatastrophe Mehr als tausend Tote auf den Philippinen

Die Zahl der Opfer der Naturkatastrophe auf den Philippinen ist auf über tausend gestiegen. Die Behörden erwarten, dass es weitere Tote geben wird: Viele Menschen werden vermisst, die Sorge vor Epidemien steigt.

Flutkatastrophe: In Manila werden Särge verladen, aber auch Trinkwasser und Essen
AP

Flutkatastrophe: In Manila werden Särge verladen, aber auch Trinkwasser und Essen


Manila - Mehr als tausend Menschen sind nach den Unwettern auf den Philippinen ums Leben gekommen. Noch immer werden viele Menschen vermisst. Zivilschutzleiter Benito Ramos erwartet daher auch, dass sich die Zahl der Todesopfer erhöhen wird. Rettungskräfte würden weiter nach Opfern suchen, sagte Ramos.

Laut Zivilschutz haben mehr als 340.000 Menschen auf der Insel Mindanao ihre Häuser verlassen. Mindestens 44.000 seien in Notunterkünften untergebracht. Einige würden auch auf den Straßen schlafen.

Zugleich steigt die Sorge vor dem Ausbruch von Epidemien: "Wenn es Epidemien oder andere Gefahren für die Gesundheit gibt, dann werden sie von den Notlagern ausgehen", sagte der ranghohe Gesundheitsbeamte Eric Tayag am Mittwoch dem Fernsehsender ABS-CBN. Es bestehe die Gefahr, dass alle Aufmerksamkeit auf die Hunderten verwesenden Leichen gerichtet und die Lage in den Notunterkünften deswegen ignoriert werde.

In den Hafenstädten Iligan und Cagayan de Oro wurden nach heftigen Protesten Pläne zurückgenommen, die Leichen in Massengräbern beizusetzen.

Unterdessen stellte das Auswärtige Amt 500.000 Euro an Soforthilfe für die philippinische Katastrophenregion zur Verfügung. "Die Menschen vor Ort kämpfen um ihr Überleben und benötigen dringend Hilfe", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Mittwoch in Berlin. Die bereitgestellten Mittel sollten helfen, die Not der Bevölkerung rasch zu lindern. Vorgesehen ist das Geld für die Verteilung von Hilfsgütern an die Betroffenen auf der Insel Mindanao.

bim/dpa/AFP/dapd

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