Leer - Piraten haben das Schiff einer deutschen Reederei freigegeben. Die "Susan K" sei am Donnerstag davongefahren, sagte einer der somalischen Seeräuber am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Den zehn Seeleuten an Bord gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte eine Sprecherin der Reederei Nimmrich & Prahm im ostfriesischen Leer. Meldungen, wonach ein hohes Lösegeld geflossen sein soll, wollte sie nicht kommentieren.
Der Pirat hatte Reuters gesagt: "Wir haben 5,7 Millionen Dollar Lösegeld erbeutet." Behauptungen dieser Art lassen sich jedoch kaum verifizieren und sind oftmals übertrieben.
Es sei jetzt erst einmal wichtig, dass Schiff und Besatzung einen sicheren Hafen erreichten, sagte die Sprecherin der Reederei. Der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachter war am 7. April rund 35 Seemeilen vor der omanischen Küste entführt worden. Vier Besatzungsmitglieder stammen aus der Ukraine, sechs von den Philippinen.
Wie die Anti-Piraten-Mission der Europäischen Union, EUNAVFOR, im April bekanntgab, hatten mindestens zehn Piraten das Schiff im Golf von Aden angegriffen und in ihre Hand gebracht. Die "Susan K" war demnach vom indischen Mumbai auf dem Weg in den Sudan.
Trotz eines internationalen Marine-Einsatzes in der Region kapern somalische Piraten immer wieder Handelsschiffe im Indischen Ozean und im Golf von Aden.
hut/dapd/Reuters
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