ThemaModerne PiratenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Frachter deutscher Reederei Piraten geben "Susan K" frei

Sie kaperten das Schiff vor der Küste des Oman: Nun gaben somalische Seeräuber nach 70 Tagen den Frachter "Susan K" wieder frei - und behaupten, die deutsche Reederei Nimmrich & Prahn habe Lösegeld gezahlt.

Leer - Piraten haben das Schiff einer deutschen Reederei freigegeben. Die "Susan K" sei am Donnerstag davongefahren, sagte einer der somalischen Seeräuber am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Den zehn Seeleuten an Bord gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte eine Sprecherin der Reederei Nimmrich & Prahm im ostfriesischen Leer. Meldungen, wonach ein hohes Lösegeld geflossen sein soll, wollte sie nicht kommentieren.

Der Pirat hatte Reuters gesagt: "Wir haben 5,7 Millionen Dollar Lösegeld erbeutet." Behauptungen dieser Art lassen sich jedoch kaum verifizieren und sind oftmals übertrieben.

Es sei jetzt erst einmal wichtig, dass Schiff und Besatzung einen sicheren Hafen erreichten, sagte die Sprecherin der Reederei. Der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachter war am 7. April rund 35 Seemeilen vor der omanischen Küste entführt worden. Vier Besatzungsmitglieder stammen aus der Ukraine, sechs von den Philippinen.

Wie die Anti-Piraten-Mission der Europäischen Union, EUNAVFOR, im April bekanntgab, hatten mindestens zehn Piraten das Schiff im Golf von Aden angegriffen und in ihre Hand gebracht. Die "Susan K" war demnach vom indischen Mumbai auf dem Weg in den Sudan.

Trotz eines internationalen Marine-Einsatzes in der Region kapern somalische Piraten immer wieder Handelsschiffe im Indischen Ozean und im Golf von Aden.

hut/dapd/Reuters

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 16 Beiträge
Atheist_Crusader 17.06.2011
So gehört sich das für die sogenannte Erste Welt... sich von einer Horde analphabetischer Loser vorführen zu lassen. Und warum? Weil man zu feige ist, mal ein paar Köpfe rollen zu lassen. Die halbe Welt beutet mit [...]
So gehört sich das für die sogenannte Erste Welt... sich von einer Horde analphabetischer Loser vorführen zu lassen. Und warum? Weil man zu feige ist, mal ein paar Köpfe rollen zu lassen. Die halbe Welt beutet mit Knebelverträgen Afrikas Rohstoffe aus, schickt seinen Giftmüll dorthin, nutzt sie als Bauern für Stellvertreterkriege oder lässt sie menschenunwürdigste Arbeit erledigen... und das ist gängige, allgemein akzeptierte Praxis. Aber wenn es darum geht, mal ein paar Gewaltverbrechern schnell und unbürokratisch eine Kugel durch den Kopf zu jagen um sein Eigentum zu schützen, fängt das große Zittern an. Das ist widerwärtigste Feigheit, Inkonsequenz und Bigotterie. Seid *entweder* kiffende, erzpazifistische Kumba-Ya-Schwuchteln *oder* gnadenlos-egoistische, blutsaufende Imperialisten. Aber versucht nicht beides zu vermengen, um am Ende das schlechteste aus beiden Welten zu erhalten. SUcht euch eines aus und steht dazu. Die Erste Welt verliert ihren Einfluss rund um den Globus... und wenn man sich Somalia ansieht, dann sieht man auch, warum sie genau das verdient haben.
intenso1 17.06.2011
Egal ob und in welcher Höhe Lösegeld gezahlt wurde, es stellt sich doch die Frage. "Wie kann es sein, dass sich so viele Staaten von den Piraten vorführen lassen?" Der Angriff der somalischen Piraten wird von der [...]
Zitat von sysopSie kaperten das Schiff vor der Küste des Oman: Nun gaben somalische Seeräuber*nach 70 Tagen den Frachter "Susan K" wieder frei - und behaupten, die deutsche Reederei Nimmrich & Prahn habe Lösegeld gezahlt. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,768976,00.html
Egal ob und in welcher Höhe Lösegeld gezahlt wurde, es stellt sich doch die Frage. "Wie kann es sein, dass sich so viele Staaten von den Piraten vorführen lassen?" Der Angriff der somalischen Piraten wird von der Regierung des Landes geduldet und entspricht einer kriegerischen Aktion gegen das Land unter welcher Fahne das Schiff läuft. Wenn die somalische Regierung nicht gewillt oder in der Lage ist diese Angriffe zu unterbindet, müssen die angegriffenen Staaten diese Angriffe mit ALLEN Mitteln unterbinden, auch auf dem Territorium des angreifenden Landes. Piraten wurden früher an der Raa aufgeknüpft. Man sollte angreifenden Schiffe nicht nur vertreiben sondern versenken. Ohne drastische Abschreckung, wird es kein Ende der Piraterie geben im Gegenteil es werden immer mehr Piraten. Es ist doch leichtes Geld zu verdienen und wenn sie geschnappt werden kommen sie nach Deutschland und können hier später auf Kosten der Sozialkasse leben, so wie ihr verbrecherisches Tun in der organisierten Kriminalität fortführen.
blaubaer306 17.06.2011
Für die Seeleute ist nun das Wichtigste, das sie frei sind und das sie nun vernünftig behandelt werden. Dafür wird eine Leeraner Reederei aber hoffentlich sorgen. Das Geld kann sich die Schiffsgesellschaft sicherlich von der [...]
Für die Seeleute ist nun das Wichtigste, das sie frei sind und das sie nun vernünftig behandelt werden. Dafür wird eine Leeraner Reederei aber hoffentlich sorgen. Das Geld kann sich die Schiffsgesellschaft sicherlich von der Versicherung wiederholen, denn ansonsten wären 4 Mio Euro (umgerechnet) eine Menge Geld für eine Dampfer, der 2007 neu knappe 8 Mio gekostet haben dürfte... Bewaffnete Schiffe werden übrigens weit weniger gekidnapt als unbewaffnete, was aber das Problem an sich nicht löst...
bigteddy 17.06.2011
Laut Wikipedia fährt die Susan K unter der Flagge von Antigua und Barbuda. http://de.wikipedia.org/wiki/Ausflaggen Nachdem den Reeder die nationalen Standards zu teuer bzw. wurscht sind, sollten sie auch auf die Ressourcen [...]
Zitat von intenso1Der Angriff der somalischen Piraten wird von der Regierung des Landes geduldet und entspricht einer kriegerischen Aktion gegen das Land unter welcher Fahne das Schiff läuft.
Laut Wikipedia fährt die Susan K unter der Flagge von Antigua und Barbuda. http://de.wikipedia.org/wiki/Ausflaggen Nachdem den Reeder die nationalen Standards zu teuer bzw. wurscht sind, sollten sie auch auf die Ressourcen ihrer "Heimatländer" zurückgreifen, um ihr Recht auf Passage durchzusetzen. Mit großer Spannung sehe ich der Invasion karibischer Zwergstaaten in Ostafrika und Somalia entgegen. Damit hätten wir auch einen Recycling-Grund für die Gorch Fock: Hinrichtungsschiff der internationalen Gemeinschaft, dann kann man mit der Tradition des am-Rah-Aufknüpfens weitermachen. Die Piraten greifen mit Speedbooten an. Wahrscheinlich kostet der Schuß zur Versenkung eines Speedboots mehr, als die Neuanschaffung des Boots. Mal Spaß beiseite, solange der Prozentsatz an Piratenübergriffen zum gesamten Weltseehandel so gering ist, wird sich da nichts tun. Und warum auch. Geht doch nur um Geld. Warum sollten wir als Staat oder Bevölkerung Interesse daran haben, dass wir in einem Staat wie Somalia die Piraterie bekämpfen, damit der Exporthandel aus China weiter funktioniert? Oder Öl aus den OPEC-Staaten zu uns? Sollen doch China und die OPEC ihre Handelswege sichern, wenn sie ihnen so wichtig sind. Jeder spricht doch davon, dass die "Schwellenländer" Ansprüche erheben. Bitte schön, auf geht's. Wenn sie weiter ihren Ramsch nach Europa karren wollen, dann können sie ja den Reedern, die ihre Schiffe in Panama, Antigua und Konsorten einflaggen, helfen, eben diesen Dreck nach Europa zu karren. Indien stellt eine Fregatte, China zwei Zerstörer. Von den selbst-proklamierten Weltmächten der Zukunft darf hier wohl mehr erwartet werden. Auf geht's!
kb26919 17.06.2011
und die Kaperung haette verhindert werden koennen mit ein paar gut bewaffneten Leuten an Bord und zwar solche die keine Skrupel haben auf diese Verbrecher zu schiessen sobald es noetig ist. Ander Laender machen das schon mit [...]
und die Kaperung haette verhindert werden koennen mit ein paar gut bewaffneten Leuten an Bord und zwar solche die keine Skrupel haben auf diese Verbrecher zu schiessen sobald es noetig ist. Ander Laender machen das schon mit Erfolg.
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
alles zum Thema Moderne Piraten

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Somalia / Horn von Afrika

"Atalanta" und Eufor
An dem Anti-Piraten-Einsatz der Europäischen Union am Horn von Afrika nehmen bis zu 1400 Bundeswehrsoldaten teil. Derzeit sind es rund 240 deutsche Soldaten und die Fregatte "Bremen". Sie sollen gemeinsam mit Soldaten aus anderen europäischen Ländern die Schiffe des Welternährungsprogramms, bei Bedarf auch zivile Schiffe, vor Übergriffen schützen sowie die Seewege überwachen. Der Einsatzbereich umfasst bis zu 500 Seemeilen.

Laut EU-Beschluss lautet das Ziel der Mission: "die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen". Dazu gehört explizit auch der "Einsatz von Gewalt". Der bislang geltende Einsatz war bis zum 15. Dezember 2009 befristet.





TOP



TOP