Vor niederländischer Küste: Frachtschiff nach Kollision in der Nordsee gesunken

Drama in der Nordsee: Der Frachter "Baltic Ace" prallte am Mittwochabend mit einem Containerschiff aus Zypern zusammen und sank. Mitglieder der Crew konnten sich auf Rettungsbooten in Sicherheit bringen, vier Seeleute starben, weitere sieben werden noch vermisst.

Frachter "Baltic Ace" (Archivbild): Havarie in der Nordsee vor der niederländischen Küste Zur Großansicht
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Frachter "Baltic Ace" (Archivbild): Havarie in der Nordsee vor der niederländischen Küste

Amsterdam - In der Nordsee ist am Mittwochabend ein Frachter mit einem Containerschiff aus Zypern zusammengeprallt. Der unter der Flagge der Bahamas fahrende Frachter "Baltic Ace" sank. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, 13 Besatzungsmitglieder konnten bisher gerettet werden. Die Suche nach den sieben Vermissten soll am Donnerstagmorgen fortgesetzt werden, teilte die niederländische Küstenwache mit. Ihre Überlebenschancen seien allerdings gleich null.

Das Unglück ereignete sich rund hundert Kilometer vor der niederländischen Küste auf der Höhe von Rotterdam. Die "Baltic Ace" ging innerhalb von 15 Minuten unter. Die Suche nach Überlebenden wurde in der Nacht wegen schlechter Wetterbedingungen auf See unterbrochen: Niedrige Temperaturen, Schneegestöber und bis zu drei Meter hohe Wellen erschwerten die Arbeit.

Die "Baltic Ace" hatte Autos geladen und war vom belgischen Zeebrügge auf dem Weg ins finnische Kotka, als es gegen 19 Uhr zu dem Zusammenstoß kam. Das Containerschiff "Corvus J" gehört zur Gesamtflotte der deutschen Reederei Jüngerhans im niedersächsischen Haren (Ems) und wurde bei der Kollision kaum beschädigt. Es kam aus dem schottischen Grangemouth und fuhr nach Antwerpen.

Die Schiffe waren auf einer der meist befahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs. Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst nicht bekannt. In dem Gebiet hatte es starke Winde und Regen gegeben.

mia/aar/Reuters/dpa/dapd

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