Havarie vor Frankreich Schlepper zieht "Modern Express" von der Küste weg

Die Gefahr für die französische Küste scheint vorerst gebannt: Experten schleppen den führerlosen Frachter "Modern Express" auf den Atlantik hinaus. Ziel ist Bilbao.

Schlepper mit havariertem Frachter: Weg von der Küste
AP/PREFECTURE MARITIME ATLANTIQUE

Schlepper mit havariertem Frachter: Weg von der Küste


Der seit Tagen führerlos durch die Biskaya treibende Frachter "Modern Express" ist wenige Dutzend Kilometer vor der französischen Atlantikküste gestoppt worden. Experten konnten damit beginnen, das Schiff langsam vom südlichen Teil der Westküste zu entfernen.

Die Rettungsaktion sei ein Erfolg und das Schiff werde nun nach Westen geschleppt, sagte ein Sprecher der französischen Meerespräfektur für den Atlantik. Zuvor hatte ein Spezialistenteam eine Leine an Bord befestigt, ein Schlepper konnte die "Modern Express" damit in Richtung offene See drehen und wegziehen. "Heute geht es darum, den Konvoi von der Küste zu entfernen", sagte der Sprecher.

Ziel der Schleppaktion ist der Industriehafen im spanischen Bilbao. Die Behörden stimmten laut Präfektur dem Antrag des Reeders zu, den Frachter dorthin zu bringen.

Schlepper und der Frachter mit extremer Schlagseite bewegten sich mit einer Geschwindigkeit von etwa fünf Kilometern pro Stunde von der Küste weg. Dabei bestand weiter die Gefahr, dass das Zugseil unter den Belastungen reißen könnte. Für diesem Fall war ein neuer Verbindungsversuch zwischen den beiden Schiffen vorgesehen.

Der 164 Meter lange Frachter war seit fast einer Woche durch seine Schieflage in Seenot und drohte an der Küste aufzulaufen. Zuletzt war das Schiff nur noch 44 Kilometer von der Bucht von Arcachon bei Bordeaux entfernt.

Die 22 Besatzungsmitglieder waren bereits am vergangenen Dienstag per Hubschrauber gerettet worden. Das Schiff hat 3600 Tonnen Holz und Baumaschinen sowie etwa 300 Tonnen Treibstoff an Bord.

hut/dpa

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