Nach Untergang von Containerschiff Ölteppich vor der französischen Atlantikküste

Nach dem Brand und Untergang eines Frachters breitet sich das Schweröl aus seinen Tanks im Golf von Biskaya aus - über zehn Kilometer breit ist der Ölteppich bereits. Außerdem soll sich Gefahrgut an Bord befinden.

Die "Grande America" der Linie "Grimaldi Lines" in Flammen
LOIC BERNARDIN/MARINE NATIONALE/HANDOUT/EPA-EFE/REX

Die "Grande America" der Linie "Grimaldi Lines" in Flammen


Nach dem Untergang des Containerschiffs "Grande America" vor der französischen Atlantikküste hat sich ein kilometerlanger Ölteppich gebildet. Ein Spezialschiff zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung werde am Donnerstagmorgen erwartet, teilte die zuständige Meerespräfektur mit. Auch die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs wurde im Kampf gegen die Verschmutzung eingeschaltet.

Der Ölteppich sei etwa zehn Kilometer lang und etwa einen Kilometer breit, berichtete die Präfektur. Die See sei sehr bewegt, Wellen erreichten eine Höhe von bis zu sechs Metern.

Der Frachter kam aus Hamburg und fuhr unter italienischer Flagge. Er war in Brand geraten und am Dienstag rund 330 Kilometer vor der französischen Küste in der Biskaya gesunken.

Soldaten vom britischen Kriegsschiff "HMS Argyle" und ein Rettungsboot der "Grande America"
DPA

Soldaten vom britischen Kriegsschiff "HMS Argyle" und ein Rettungsboot der "Grande America"

27 Menschen gerettet

Das Schiff hatte Gefahrgut an Bord. Der Inhalt von 45 Containern werde als gefährlich eingestuft, hatte die Meerespräfektur zuvor mitgeteilt. Außerdem hatte die "Grande America" rund 2200 Tonnen Schweröl in den Tanks, wie der Sender Franceinfo berichtete.

Das 214 Meter lange Schiff, das auch rund 2000 Fahrzeuge transportierte, hatte zuletzt starke Schlagseite gehabt. Umweltminister François de Rugy hatte nach dem Unglück bereits vor einer möglichen Meeresverschmutzung gewarnt.

Nach Angaben der Präfektur waren 27 Menschen an Bord des Schiffs, sie wurden vom britischen Kriegsschiff "HMS Argyll" gerettet. Das Schiff war auf dem Weg nach Casablanca in Marokko.

sth/dpa



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