Frauenleiche unterm Bett Hotelgäste übernachten auf toter Frau

In einem Hotel in Memphis haben Gäste in einem Bett übernachtet, unter dem eine Frauenleiche lag. Wochenlang wurde die Tote nicht entdeckt . Erst, als sich Urlauber über den "schlechten Geruch" wunderten - und sich bei der Hotelleitung beschwerten.


Chicago - Anderthalb Monate nach ihrem Verschwinden ist eine junge Frau tot unter dem Bett eines Hotelzimmers in Memphis im Bundesstaat Tennessee entdeckt worden - nachdem das Zimmer allerdings mehrfach weiter vermietet worden war. Die Leiche sei gefunden worden, nachdem es Beschwerden über den "schlechten Geruch" in dem Zimmer gegeben habe, erklärte die Polizei. Der Freund der vermutlich Ermordeten wurde inzwischen festgenommen.

Die Polizei geht von einem Verbrechen an der 28-Jährigen aus. Der Partner der Toten wurde wegen illegalen Waffenbesitzes festgenommen. Der Mann sei in dem Fall "weiter von Interesse", hob die Polizei jedoch hervor.

Seit dem Verschwinden der 28-Jährigen war das Zimmer in einem Motel von Memphis "etwa fünf Mal" an neue Gäste vermietet und zudem mehrmals vom Personal gereinigt worden, wie die Polizei weiter mitteilte. Demnach wurde die Leiche so lange nicht entdeckt, weil die Matratze und der Lattenrost in einem metallenen Bettgestell eingebaut waren, das mit dem Boden abschloss.

Die junge Mutter wohnte offensichtlich nicht mit ihrer Familie zusammen, sondern in dem Motel. Sie wurde seit dem 27. Januar vermisst, weil sie an dem Tag ihre Kinder nicht von der Schule abholte. Ihre Familie gab der Polizei gegenüber an, dass sie bereits im Motel nachgefragt habe, dort sei die Mutter aber nicht gewesen. Ein Angestellter sagte den Angaben zufolge aus, er habe die Frau am frühen Morgen gesehen. Sie sei aus ihrem Zimmer herausgeworfen worden, weil sie nicht mehr habe zahlen können. Ihre Sachen seien aber noch im Raum gewesen.

Eine Woche später wurde der Fall von der Vermisstenbehörde an die Kriminalpolizei weiter geleitet. Die Ermittler befragten daraufhin zwei Angestellte und einen Wachmann. Ob dabei auch das Zimmer, in dem die Frau gewohnt hatte, durchsucht wurde, war zunächst unklar.

jjc/AFP



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