Friedmans Anwalt "Ich stehe als Armleuchter da"

Trotz der Pizza-Fax-Panne seiner Verteidigung will TV-Moderator Michel Friedman offenbar nicht den Anwalt wechseln. Der befürchtet nach seinem Fehler einen "enormen Rufschaden".


Hält an seinem Anwalt fest: Michel Friedman
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Hält an seinem Anwalt fest: Michel Friedman

München - Wie Die Illustrierte "Focus" am Samstag vorab berichtetet, will sich der Moderator weiter von dem Frankfurter Rechtsanwalt Eckart Hild vertreten lassen. Er habe Friedman zwar "angeboten, das Mandat Niederzulegen", zitierte das Blatt den Juristen. Dieser habe ihn jedoch "gebeten, weiterhin die Verteidigung zu führen"

Hilds Kanzlei Jones Day hatte einen fünfseitigen Vermerk mit Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft irrtümlich an einen Pizzabäcker gefaxt. Dieser hatte den Bericht an Dritte weitergegeben. Der Anwalt bezeichnete die Details des Faxes zufolge als "I-Tüpfelchen", im Hinblick auf den Schaden, den die Vorverurteilung in der Presse bereits verursacht habe. Vor allem habe aber er selbst einen "enormen Rufschaden" erlitten, zitierte ihn das Magazin. "Ich stehe als Armleuchter da." Dem Blatt zufolge ist auch die Berliner Kanzlei Knauthe in die Verteidigung eingebunden.

Bei der seit längeren geplanten Israelreise des Zentralrates der Juden Mitte Juli nach Israel werde Friedman wahrscheinlich nicht teilnehmen, berichtete das Magazin unter Berufung auf dessen Präsidenten, Paul Spiegel. Es sei "unwahrscheinlich, dass Michel Friedman dabei sein wird", zitiert ihn das Blatt.



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