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10. Februar 2013, 15:48 Uhr

In Londoner Wohnung

Fuchs beißt Säugling Finger ab

Ein vier Wochen alter Junge ist in einer Londoner Wohnung von einem Fuchs angegriffen worden. Das Tier hatte den Säugling aus seiner Wiege gezogen und ihm einen Finger abgebissen, bevor die Mutter es mit Tritten vertrieb. Das Gliedmaß konnte in einer Not-OP wieder angenäht werden.

London - In seinem Zimmer in einer Londoner Wohnung ist ein vier Wochen altes Baby von einem Fuchs angefallen und verletzt worden. Alarmiert durch die Schreie ihres kleinen Sohnes sei die Mutter in das Zimmer gerannt und dort auf einen Fuchs gestoßen. Dieser hatte das Baby aus seiner Wiege gezogen und ihm einen Finger abgebissen, wie die BBC unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Die Mutter des vier Wochen alten Jungen verjagte das Tier laut Bericht der BBC mit Tritten aus dem Kinderzimmer des Hauses in Bezirk Bromley. Der Fuchs ließ den Finger aus dem Maul fallen und verschwand. In einer dreistündigen Notoperation nähten Ärzte den Finger wieder an. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Mittwoch.

In London leben Schätzungen zufolge Tausende Füchse. Sie sind immer wieder auf der Suche nach Futter in Gärten oder auf der Straße anzutreffen. Es sei hingegen "äußerst selten, dass die Füchse kleine Kinder oder irgendjemand sonst angreifen", sagte eine Sprecherin der Tierschutzgruppe RSCPA. "Füchse nähern sich Häusern, wenn sie Essen riechen. Sie können waghalsig sein, aber sie flüchten normalerweise, sobald Menschen in der Nähe sind", führte die Sprecherin aus. 2010 hatte allerdings ein Fuchs in einem Haus in London neun Monate alte Zwillinge angegriffen und schwer verletzt, während sie schliefen.

Der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Boris Johnson, sagte, der jüngste Vorfall erinnere daran, dass etwas gegen die Ausbreitung der Füchse getan werden müsse. "Sie ähneln manchmal Plüschtieren, aber die Füchse sind auch eine Plage, insbesondere in unseren Städten", sagte Johnson der BBC. Die Behörden aller Londoner Bezirke müssten nun das Problem analysieren und "schnell handeln".

fdi/AFP/dpa

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