Heinz Josef Algermissen Fuldaer Bischof geht in Ruhestand

Rund 17 Jahre lang stand Heinz Josef Algermissen an der Spitze des Bistums Fulda. Nun hat Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des 75-Jährigen angenommen.

Heinz Josef Algermissen (Archiv)
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Heinz Josef Algermissen (Archiv)


Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen geht in den Ruhestand. Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch des 75-Jährigen angenommen, der rund 17 Jahre lang an der Spitze des Bistums stand. Das gab der Apostolische Nuntius in Deutschland, Nikola Eterovic im Fuldaer Dom bekannt.

Bis zur Wiederbesetzung des bischöflichen Stuhls wird ein Diözesanadministrator die Leitung des Bistums mit seinen rund 393.000 Mitgliedern übernehmen, das größtenteils in Hessen liegt. Algermissen hatte, wie vom Kirchenrecht vorgeschrieben, zu seinem 75. Geburtstag sein Rücktrittsgesuch beim Papst eingereicht.

Hintergrund ist, dass ein Bischof der römisch-katholischen Kirche nicht selbst von seinem Amt zurücktreten kann, sondern laut Kirchenrecht nur dem Papst seinen Amtsverzicht anbieten kann. Auch bei Annahme des Gesuchs behält der Betreffende den Bischofstitel, denn die Bischofsweihe als Sakrament gilt als unumkehrbar.

Seinen 75. Geburtstag hatte Algermissen am 15. Februar mit Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft in Fulda gefeiert. Am 20. Juni 2001 war er noch von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September in sein Amt eingeführt worden.

Algermissen hatte angekündigt, auch nach seinem Wirken als Bischof von Fulda in der Barockstadt wohnen zu wollen. Algermissen ist auch Präsident von Pax Christi in Deutschland, eine international tätige katholische Organisation der Friedensbewegung.

wit/dpa



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