Furcht vor SARS Nordkorea macht die Schotten dicht

Nordkorea igelt sich offenbar aus Angst vor einer Einschleppung des SARS-Virus ein. Nach Informationen der ARD hat das Land zahlreiche Besuchervisa abgelehnt und drei Deutsche unter Quarantäne gestellt.


Hamburg - "Ausländische Gäste werden gegenwärtig nicht aufgenommen", heißt es in einer Mitteilung Pjöngjangs, die dem Fernsehsender vorliegt. Zuletzt eingereiste Ausländer, darunter drei Deutsche, seien unter Quarantäne gestellt worden, berichtete der Sender am Mittwoch. Dabei handle es sich um eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Pjöngjang und zwei Touristen.

Auch "Personen, die keine Symptome aufweisen", werden nach der Bestimmung "zehn Tage lang isoliert und unter medizinische Beobachtung gestellt". Ein Sprecher der nordkoreanischen Botschaft in Berlin wies laut ARD darauf hin, dass dies auch für eigene Landsleute gelte, die im Ausland waren. Einer der festgehaltenen Deutschen sei nach Angaben der deutschen Botschafterin in Pjöngjang, Doris Hertrampf, inzwischen unter einer Art Hausarrest in die Botschaft entlassen worden. Dort untersuche ihn ein nordkoreanischer Arzt aber regelmäßig auf Fieber.

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