Galápagos: Fernandina spuckt Asche und Lava

Auf den Galápagos-Inseln ist der Vulkan Fernandina ausgebrochen. Der Lava-Strom dürfte in den nächsten Tagen den Pazifischen Ozean erreichen. Naturschützer fürchten, dass auch ein Teil der einzigartigen Tierwelt der Inseln bedroht ist.

Quito - Über Fernandina stieg eine Rauchsäule von sieben Kilometern Höhe auf. Auf Fernandina, der westlichsten Galapagos-Insel, leben keine Menschen. Naturschützer gehen jedoch davon aus, dass ein Großteil der Vegetation verbrennen und zahlreiche Tiere umkommen würden. Auf Fernandina sind unter anderem Seelöwen und Pinguine beheimatet. Menschen leben auf der Insel nicht. Der Fernandina ist der aktivste Vulkan der Inselgruppe. Seit 1813 wurden rund 20 Ausbrüche registriert.

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Galapagos' einzigartige Tierwelt: Die letzten ihrer Art

Die vor Ecuador gelegenen Inseln gelten als eines der wichtigsten Naturreservate der Welt. "Natürlich wird eine Menge Vegetation verbrennen, und einige Tiere, vor allem Leguane werden sterben", sagte Nationalpark-Direktor Washington Tapia.

Den Notstand will die ecuadorianische Regierung für die Insel jedoch nicht ausrufen. Der Flugverkehr zum Naturreservat sei nicht beeinträchtigt.

Nur auf fünf der Galápagos-Inseln leben Menschen, auf vier gibt es jeweils eine Hand voll Hotels. Ein großer Teil der weniger als 20.000 Einheimischen wohnt in Puerto Ayora auf Santa Cruz.

Besondere Attraktion unter den endemischen Tierarten sind verschiedene Schildkröten. In Puerto Ayora gibt es die "Charles Darwin Research Station", eine Forschungsstation, in der die gepanzerten Tiere kontrolliert gezüchtet werden. Immer wieder werden Schildkröten ausgesetzt, um in freier Wildbahn zu leben. Das Aussterben einer speziellen Art, die von der nördlichsten Galápagos-Insel Pinta stammt, werden die Wissenschaftler jedoch nicht verhindern können: "Lonesome George" lebt als letzter Vertreter in ihrer Obhut.

Der Naturforscher Charles Darwin kam 1835 auf die Galápagos-Inseln und war besonders von der Vogel-Vielfalt fasziniert - mehr als 50 Arten leben hier. Von Darwins Arbeit zeugt eine nach ihm benannte Finkenart. Diese und viele ihrer Artgenossen lassen sich etwa auf der winzigen Insel North Seymour beobachten.

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