Nach vier Monaten Gasleck in Los Angeles unter Kontrolle

Monatelang strömte in der Nähe von Los Angeles unkontrolliert Gas aus, Anwohner eines feinen Vororts mussten umsiedeln. Jetzt soll das Leck endlich unter Kontrolle sein.


Ein Gasleck in der Nähe von Los Angeles ist nach 16 Wochen unter Kontrolle gebracht worden. Das teilte das betroffene Unternehmen Southern California Gas mit. Nun werde daran gearbeitet, das Leck dauerhaft zu schließen. Man sei sehr zuversichtlich, dass das gelinge.

Seit Oktober strömte aus einem unterirdischen Speicher des Konzerns ungehindert Methan aus. Gouverneur Jerry Brown hatte den Notstand für das betroffene Gebiet ausgerufen.

In der nahegelegenen Siedlung Porter Ranch wurden Schulen geschlossen. Tausende Familien mussten zwischenzeitlich ihre Häuser verlassen. Viele kehrten allerdings schon in den vergangenen Wochen zurück, nachdem die Menge des ausströmenden Gases reduziert worden war. Southern California Gas kam für Hotelrechnungen und Ersatzmieten auf.

Die Panne könnte das Unternehmen mindestens 250 Millionen Dollar kosten, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf staatliche Stellen. Und in dieser Summe seien Dutzende Klagen nicht eingerechnet.

Vergangene Woche hatte auch Kaliforniens Justizministerin Kamala Harris eine Klage gegen die verantwortliche Firma eingereicht. Das Unternehmen habe Gesundheits- und Sicherheitsgesetze des Bundesstaats verletzt.

hut/AP/dpa



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