Amrum - An Bord eines Seenotkreuzers ist nahe Wyk auf Föhr ein Kind zur Welt gekommen. Die Seenotretter des Schiffes "Vormann Leiss" waren in der Nacht zu Freitag von der Nordseeinsel Amrum zum Transport einer Hochschwangeren ins Krankenhaus auf der benachbarten Insel Föhr aufgebrochen. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Das Elternpaar war mit einer Hebamme an Bord gegangen. Bis in die Klinik schafften sie es jedoch nicht mehr. Der Vater, selbst Kinderarzt, sowie die Seenotretter assistierten bei der Geburt. Gegen 3 Uhr erblickte der Junge (3555 Gramm, 51 Zentimeter) das Licht der Welt.
Das Baby mit dem Namen Gideon Raphael und seine Mutter seien wohlauf, hieß es. "Einsätze wie dieser gehören wohl zu den schönsten der Seenotretter", sagte der Bremer DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey.
Allein im nordfriesischen Wattenmeer übernehmen die Seenotretter acht- bis zehnmal pro Jahr Schwangerentransporte. Sie werden nachts oder bei schlechtem Wetter gerufen, wenn keine Hubschrauber zur Verfügung stehen. Geburten an Bord seien allerdings seltener, sagte Stipeldey: Auf einem Seenotkreuzer kam zuletzt 2007 Ole kurz vor dem niederländischen Eemshaven zur Welt, 2005 Clemens Christoph zwischen Amrum und Föhr sowie 2002 Benjamin im Watt vor Norddeich.
wit/dpa/dapd
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