Gedenken an Mauerfall Ex-Premier warnt vor Faschismus

Zum Jahrestag des Mauerfalls hat der ehemalige ungarische Regierungschef Gyula Horn vor dem Aufkommen von Faschismus und Extremismus gewarnt. Während Horns Rede im sächsischen Landtag hielten sich einzig die gerade eingezogenen NPD-Abgeordneten mit Applaus zurück.


Ehemaliger ungarischer Regierungschef Horn: "Demokraten müssen zusammenhalten"
DDP

Ehemaliger ungarischer Regierungschef Horn: "Demokraten müssen zusammenhalten"

Dresden - "Wir können den Faschismus nicht tolerieren, in keiner Form, in keiner Version, in keinem Antlitz", warnte Horn bei einem Festakt in der sächsischen Landeshauptstadt. Die Demokraten müssten gegen eine Politik zusammenhalten, die andere erniedrige, sagte Horn, dem der Landtag für diese Redepassage demonstrativ Beifall spendete. Lediglich die Parlamentarier der Nationaldemokratischen Partei blieben stumm.

Horn würdigte den Mauerfall als neues Kapitel in der Historie Europas. Die Deutsche Einheit sei die Voraussetzung für die europäische Einigung gewesen. Horn erlangte in Deutschland insbesondere Berühmtheit als ungarischer Außenminister. In dieser Funktion hatte er im Sommer 1989 die Grenzen seines Landes nach Österreich für DDR-Bürger geöffnet.



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