Gefühlssache New Yorker sollen Geschlecht wechseln dürfen - ohne OP

In New York zählt künftig das gefühlte Geschlecht. Die Gesundheitsverwaltung erarbeitet derzeit eine Neuregelung, wonach Menschen ihre Geburtsurkunde ändern lassen können, wenn sie mit ihrem Geschlecht unzufrieden sind. Eine Operation ist dafür nicht notwendig.


New York - Nach der Neuregelung soll auf Personalpapieren das von den Betroffenen gewünschte Geschlecht eingetragen werden, selbst wenn zuvor kein entsprechender operativer Eingriff vorgenommen wurde. Voraussetzung soll lediglich sein, dass die betroffene Person zuvor zwei Jahre lang unter der entsprechenden Geschlechtszugehörigkeit ihr Leben geführt hat. Die Verwaltung würde dann auch nachträglich eine dem gewünschten Geschlecht entsprechende Geburtsurkunde ausstellen.

"Ich glaube, das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Cole Thaler von der Betroffenen-Organisation Lambda Legal. Jährlich gingen Hunderte von Anrufen von Frauen oder Männern ein, die mit der amtlichen Geschlechtzuordnung nicht leben wollten und einen neuen Eintrag in Pass oder Führerschein wünschten. Die Neuregelung in New York soll voraussichtlich im Dezember beschlossen werden.

dab/AFP



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