Beinahe-Katastrophe: Gefahrgut-Lastwagen fuhr in falsche Richtung

Ein alkoholisierter Falschfahrer mit 145 Giftfässern an Bord hätte auf der A8 beinahe einen katastrophalen Unfall ausgelöst. Er war früh von einer Polizeistreife entdeckt worden, reagierte aber nicht auf die Beamten und fuhr weiter. Drei Fahrzeuge konnten gerade noch ausweichen.

Bad Reichenhall - Eine Polizeistreife wurde am Freitagabend auf einen Gefahrgut-Transporter aufmerksam, als der nahe der Grenze zu Österreich und unweit von Salzburg in falscher Richtung auf die Autobahn zufuhr. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt laut Polizeibericht noch in einem Bereich, in dem Pkw und Lkw parken können und Vignetten verkauft werden.

Die Streife versuchte, den Mann zu stoppen, doch der fuhr mit seinem 40-Tonner weiter und gelangte auf den Standstreifen der Autobahn. Dort näherte er sich einem stehenden Lkw, wich ihm aus und befuhr die rechte Spur. Aufgrund des Ferienbeginns war laut Polizei viel Verkehr in Richtung Salzburg, drei Autofahrer mussten dem Gefahrguttransporter ausweichen.

Laut Polizei kam es "wie durch ein Wunder" zu keinen Unfällen. Der Fahrer lenkte seinen Lkw nach den Beinahe-Kollisionen zurück auf den Standstreifen, dort konnte die Polizei ihn zum Anhalten bewegen. Die Fahrt endete kurz vor der Anschlussstelle Piding.

Der 54-Jährige wurde festgenommen, sein Führerschein eingezogen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von knapp ein Promille. Ein Ermittlungsrichter werde über einen Haftbefehl entscheiden, hieß es. Um den Lkw mit den 145 Giftfässern zurück auf den Parkplatz zu fahren, wurde die Autobahn zwischenzeitlich gesperrt.

bim

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