Geisterfahrt auf A5: Es gab mindestens zwei Unfälle

Der Geisterfahrer von Offenburg ist möglicherweise nicht allein für den Tod von fünf Menschen verantwortlich. Laut Polizei hatten Ersthelfer noch Lebenszeichen bei den Insassen des verunglückten Taxis bemerkt - ehe es zu einem Folgeunfall mit zwei weiteren Fahrzeugen kam.

Rettungskräfte auf der A5 bei Offenburg: Tödlicher Unfall im Nebel Zur Großansicht
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Rettungskräfte auf der A5 bei Offenburg: Tödlicher Unfall im Nebel

Offenburg - Ist ein Folgeunfall mitverantwortlich für den Tod von fünf Menschen auf der A5 bei Offenburg? Ersthelfer hätten noch von Lebenszeichen der fünf Menschen im Taxi berichtet, mit dem der Wagen des 20-jährigen Falschfahrers zusammengestoßen war, bestätigte ein Offenburger Polizeisprecher einen Bericht der "Badischen Zeitung" vom Wochenende.

Noch zwei Fahrzeuge seien kurze Zeit nach der Beobachtung von Lebenszeichen auf das Taxi gekracht. Es gab also mindestens zwei Unfälle, die Auslöser für den Tod der fünf Taxi-Insassen sein könnten, sagte der Polizeisprecher. Dies solle in den kommenden Wochen geklärt werden.

Auch der Geisterfahrer war bei dem Unfall Mitte November ums Leben gekommen. Hinweise auf einen Suizid gibt es laut den Ermittlern nach wie vor nicht. Bei der Obduktion war festgestellt worden, dass der Mann 1,9 Promille Alkohol im Blut hatte.

Als Reaktion auf den schweren Unfall hat das Land Baden-Württemberg zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen an den Autobahnen im Land angeordnet. Bis Ende Juni 2013 sollen auf allen Autobahnausfahrten deutlich sichtbare Pfeilmarkierungen auf der Fahrbahn angebracht werden. Durch sie sollen Autofahrer erkennen, wenn sie in der falschen Richtung unterwegs sind.

Außerdem prüfen die Behörden, ob an allen Autobahnausfahrten und Rastanlagen in Baden-Württemberg jeweils zwei Einfahrt-Verboten-Schilder davor warnen, in der falschen Richtung auf die Autobahn zu fahren. Diese doppelte Beschilderung ist in dem Bundesland vorgeschrieben.

wit/dpa

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