Genua-Unglück Ex-Fußballprofi berichtet von seinem Sturz in die Tiefe

Davide Capello stürzte in seinem Auto von der Morandi-Brücke in Genua mehr als 40 Meter in die Tiefe. Der italienische Ex-Fußballprofi überlebte - und weiß selbst nicht, warum.

Vigili Del Fuoco / AP / DPA

Es grenzt an ein Wunder, dass Davide Capello den Brückeneinsturz von Genua überlebt hat. Der italienische Ex-Fußballprofi stürzte beim Zusammenbruch des mehr als 40 Meter hohen Polcevera-Viadukts mit seinem Auto in die Tiefe.

"Ich erinnere mich an die Straße, die nach unten stürzte. Und ich hatte das Glück, dass ich, ich weiß auch nicht wo, gelandet bin", sagte er Reportern im Krankenhaus. Es sei wie eine Szene aus einem apokalyptischen Film gewesen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Ansa.

Capello alarmierte die Rettungskräfte

Capello spielte zwischen 2003 und 2005 beim Erstligisten Cagliari Calcio, damals noch Verein in der zweiten Liga. Mittlerweile arbeitet er für die Feuerwehr. Er selbst habe die Rettungskräfte an der Unglücksstelle informiert und auch seine Familie verständigt, sagte er.

Davide Capello 2004 als Fußballprofi von Cagliari Calcio
imago

Davide Capello 2004 als Fußballprofi von Cagliari Calcio

"Es war schockierend", sagte Capello mehrfach zu den Reportern. Er habe noch immer das Bild der zusammenbrechenden Brücke vor Augen.

Fotostrecke

20  Bilder
Brückeneinsturz in Genua: "Eine tiefe Wunde für ganz Italien"

Nach Angaben des Zivilschutzes waren am Dienstag etwa 35 Autos und drei Lastwagen beim Einsturz der vierspurigen Morandi-Brücke im Westen von Genua etwa 45 Meter in die Tiefe gestürzt und wurden teils unter Betontrümmern begraben. Mindestens 35 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Präfektur sprach zuletzt sogar von 37 Toten.

Die 1967 errichtete Brücke überspannte Dutzende Bahngleise sowie ein Industriegebiet mit Gebäuden und Fabriken. Zum Unglückszeitpunkt wurden Wartungsarbeiten an der Brücke vorgenommen, überdies gab es ein Unwetter. Was genau die Unglücksursache war, ist bislang unklar.

sen/dpa/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.