Trennung der Zimmermans Noch-Ehefrau äußert "Zweifel" an der Unschuld ihres Mannes

Die Noch-Ehefrau des US-Nachbarschaftswächters George Zimmerman hat in einem TV-Interview angezweifelt, dass ihr Mann den schwarzen Teenager Trayvon Martin aus Notwehr erschoss. Er habe sich sehr verändert, sie sehe die Sache nun in einem anderen Licht, so Shellie Zimmerman.

George Zimmerman und seine Frau Shellie (Archiv): "Ich habe Zweifel"
REUTERS

George Zimmerman und seine Frau Shellie (Archiv): "Ich habe Zweifel"


Miami - Während der Verhandlung stärkte Shellie Zimmerman ihrem Mann George noch den Rücken, dann reichte sie nach eigener Aussage Anfang September die Scheidungspapiere ein. Der Prozess ihres Mannes, der sich wegen des getöteten schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin vor Gericht verantworten musste, habe ihre Ehe belastet, gab sie zu Protokoll. Es folgte ein Anruf bei der Polizei, bei dem sie behauptete, ihr Mann habe sie bedroht.

Nun erhebt die Noch-Ehefrau des US-Nachbarschaftswächters erneut Vorwürfe gegen ihren Mann. "Ich habe Zweifel", sagte sie in einem Interview mit dem US-Sender NBC. Ihr Mann habe sich dermaßen verändert, dass sie die Sache nun in einem anderen Licht sehe. Sie sei nicht sicher, dass ihr Mann aus Notwehr handelte. Gleichzeitig sagte sie, dass sie der Beweislage glaube.

George Zimmerman war im Februar 2012 für eine Bürgerwehr auf Patrouille, als er den schwarzen Teenager erschoss. Ein Gericht in Florida sprach ihn im Juli wegen Notwehr frei. Das Urteil stieß international auf Kritik, der frühere US-Außenminister Colin Powell nannte es fragwürdig.

gam/Reuters

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