Gerichtsstreit Talula does the Hula From Hawaii klagt gegen ihren Vornamen

Sie hieß "Talula does the Hula From Hawaii", ein Vorname, der ihr furchtbar peinlich war. Eine Neunjährige aus Neuseeland zog vor Gericht, um eine Namensänderung zu erwirken. Den Eltern wurde schließlich sogar das Sorgerecht entzogen.


Wellington - Ihr Name ist bizarr. Und war ihr so peinlich, dass sie es schließlich nicht mehr ertrug: Eine Neunjährige ist im Februar dieses Jahres in Neuseeland vor Gericht gezogen, weil sie ihren Vornamen ablegen wollte. Das Mädchen hieß "Talula does the Hula From Hawaii".

"Sie hat ihren Freunden erzählt, sie heiße "K", weil sie fürchtete, sonst verspottet und gehänselt zu werden", sagte die Anwältin der Neunjährigen, Colleen MacLeod, dem britischen "Guardian".

Der Familienrichter hatte Verständnis: Die Eltern verloren das Sorgerecht für ihre Tochter, die sich einen neuen, nicht genannten Vornamen aussuchen konnte.

"Das Gericht ist bestürzt über das mangelhafte Urteilsvermögen der Eltern bei der Namensgebung", sagte Richter Rob Murfitt. "Dieser Name hat einen Narren aus dem Kind gemacht und ihr ganz unnötig ein soziales Handicap beschert."

Die Neunjährige habe mehr Bewusstsein für die Situation bewiesen als die Eltern, führte Murfitt weiter aus. Er kritisierte den Trend unter Eltern, ihren Kindern ausgefallene Namen zu geben.

Nicht erlaubt sind in Neuseeland Vornamen wie Stallion (Hengst), Yeah Detroit, Fish and Chips (für Zwillinge), Twisty Poi, Keenan Got Lucy, Fat Boy, Cinderella Beauty Blossom sowie Sex Fruit.

Weiterhin erlaubt sind dagegen Vornamen wie Benson und Hedges (für Zwillinge), Midnight Chardonnay, Number 16 Bus Shelter (Bushaltestelle 16) und Violence (Gewalt).

pad



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