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Germanwings-Absturz: Todespilot Lubitz führte Glückstagebuch

Gedenkort in Le Vernet: 150 Tote Zur Großansicht
Getty Images

Gedenkort in Le Vernet: 150 Tote

Andreas Lubitz litt unter Depressionen, als er im März die Germanwings-Maschine abstürzen ließ. Nach SPIEGEL-Informationen hatte der Pilot kurz zuvor eine Psychotherapie begonnen - und protokollierte regelmäßig sein Befinden.

Der Germanwings-Co-Pilot Andreas Lubitz hatte sich wegen Depressionen im Januar dieses Jahres in Psychotherapie begeben. Dies geht aus Vermerken der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hervor, die DER SPIEGEL einsehen konnte.

Als Teil der Therapie führte Lubitz demnach ein sogenanntes Glückstagebuch, in dem er seinen Gemütszustand mit Worten und auch mit Smileys dokumentierte. An einer Stelle notierte er: "Im Großen und Ganzen alles okay." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Vier Medikamente zugleich

Der behandelnde Psychiater verschrieb ihm laut den Vermerken ein Mittel gegen Schlafstörungen und bat den Patienten darum, dies mit der Flugmedizin-Abteilung seines Arbeitgebers abzuklären. Später stellte der Arzt offenbar ein Rezept für das Antidepressivum Mirtazapin aus.

In den letzten Wochen vor dem Absturz der Germanwings-Maschine dürfte Lubitz insgesamt vier Psychopharmaka konsumiert haben. Bei der Hausdurchsuchung fanden die Ermittler neben Mirtazapin drei weitere Medikamente, die bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Lubitz hatte einen Germanwings-Airbus am 24. März in den französischen Alpen zum Absturz gebracht; alle 150 Menschen an Bord starben.

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