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Absturz-Tragödie in Frankreich: Ermittler schließen technischen Defekt nicht aus

Ermittler Michel in Düsseldorf: Hypothese einer technischen Ursache gilt weiter Zur Großansicht
AFP

Ermittler Michel in Düsseldorf: Hypothese einer technischen Ursache gilt weiter

Nach dem Crash von Flug 4U9525 deutet alles auf die Schuld des Co-Piloten hin. Die französischen Ermittler betonten dennoch, dass auch ein technischer Fehler immer noch nicht als Unglücksursache ausgeschlossen werden kann.

Düsseldorf/Paris - Französische Ermittler untersuchen nach dem Absturz der Germanwings-Maschine auch die Möglichkeit eines technischen Defekts. "Derzeit kann die Hypothese eines technischen Fehlers nicht ausgeschlossen werden", sagte der Chef der in Düsseldorf eingesetzten französischen Ermittler, Jean-Pierre Michel, dem französischen Sender BFMTV.

Die Ermittlungen gingen voran, es fehlten aber noch "technische Details". Bei den gemeinsamen Ermittlungen sollten Erkenntnisse vom Absturzort und dem Flugverlauf mit Ergebnissen der deutschen Ermittler verbunden werden, sagte Michel.

Am Absturzort in den französischen Alpen wird weiter nach dem zweiten Flugschreiber gesucht.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Co-Pilot der Germanwings-Maschine den Airbus zum Absturz gebracht haben. Er hatte nach Erkenntnissen der Ermittler vor seinem Arbeitgeber Germanwings eine Erkrankung verheimlicht. Die Fahnder entdeckten in der Wohnung des 27-Jährigen "zerrissene, aktuelle und auch den Tattag umfassende Krankschreibungen", wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag mitteilte.

Über die genaue Art der Erkrankung wurde nichts mitgeteilt, die Ermittler hatten aber Hinweise auf ein psychisches Leiden gefunden. Ein Abschiedsbrief oder ein Bekennerschreiben wurden nicht gefunden.

fab/dpa

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1. 1
tutuca 28.03.2015
Warum wurde die Blackbox bislang nicht gefunden? Bei anderen Abstürzen über dem Meer wurde viel darüber berichtet, wie lange die Box Signale sendet und somit geortet werden kann. Tut diese Box das nicht? Als Laie ist es mir schwer verständlich, wie sie auf diesem verhältnismäßig kleinen Trümmerfeld nicht auffindbar scheint.
2. Technischer Defekt klingt leider nicht überzeugend...
Schreiber5.1 28.03.2015
Dann müsste aber sowohl ein technischer Defekt vorgelegen haben und gleichzeitig eine Ohnmacht des Co-Piloten. Klingt aber irgendwie unwahrscheinlich, denn bei nur technischem Defekt hätte er bestimmt auf den Einlassversuch des Kapitäns geantwortet. Und wenn es nur ein Wort gewesen wäre!
3. 2.
tutuca 28.03.2015
Und was mir noch viel unverständlicher ist: Wie kann dieser Artikel hier so lapidar erscheinen, wie kann, wenn ein technischer Defekt nicht immer noch nicht ausgeschlossen werden kann, bereits eine Hetzjagd auf Andreas L. losgetreten worden sein?
4. Zufall
Fakler 28.03.2015
Nach all dem was bisher bekannt wurde : Waer schon ein grosser Zufall. Der Kurs auf die Berggipfel soll ja vom Copiloten zweimal manuell eingeben und den Piloten soll er auch nicht reingelassen haben ... Und dann noch die Sache mit der Depression ...
5. Sekundenschlaf
rentner2012 28.03.2015
Es gibt das Phänomen des schlagartigen Schlafens egal wo man sich gerade befindet. Leute fallen schlafend zu Boden und wachen nach einer gewissen Zeit wieder auf ohne dass ihnen bewußt ist, dass sie gerade geschlafen haben. Was ist, wenn dies dem Copiloten passiert ist. Kein Selbstmord, kein 150facher Mord. Alle lägen falsch und müßten vor Scham ob der falschen Beschuldigung im Boden versinken. Bevor nicht geklärt ist, was wirklich passierte solten alle einfach ihr Maul halten, auch wenn er Gauck oder sie Merkel heißt. Wie gesagt, wer weiß genaues?
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Cockpit-Regel bei Fluggesellschaften
Region
Europa Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) empfiehlt die Einführung der Zwei-Personen-Regel.
Deutschland Alle Fluglinien haben sich auf die Einführung der Zwei-Personen-Regel ab sofort verständigt
Österreich Regierung führt Zwei-Personen-Regelung ab sofort ein
Regel angekündigt/jetzt eingeführt außerdem bei EasyJet, Norwegian Air Shuttle, Icelandair, Virgin Atlantic, Monarch, Thomas Cook Airlines (GB), Air Baltic, SAS, Air France, KLM
Regel bestand vor Absturz bei Jet2, Flybe, Ryanair, Czech Airlines, Travel Service, Finnair
USA Zwei-Personen-Regel ist in den Richtlinien der Flugsicherheitsbehörde FAA vorgeschrieben
Kanada Zwei-Personen-Regel war nicht vorgeschrieben, ist jetzt eingeführt
Regel bestand vor Absturz bei Air Transat
Asien
Regel angekündigt/jetzt eingeführt bei Emirates, Etihad
Regel bestand vor Absturz bei indischen Fluglinien (Regel vorgeschrieben), Singapore Airlines
Ozeanien
Regel angekündigt/jetzt eingeführt Neuseeland, Australien
Die Liste ist nicht vollständig und gibt den derzeitigen Kenntnisstand wieder (27. März, 18.30 Uhr)

Notfallnummern Germanwings-Absturz
Auswärtiges Amt
030 / 50 00 30 00
Flughafen Düsseldorf
0800 / 77 66 350
Germanwings
0800 / 11 33 55 77
Flughafen Barcelona
0034 / 900 808 890

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