Seattle - Warum ausgerechnet einen Rock und keine Hosen oder Shorts? "In einem Wort: Es geht um die Bequemlichkeit", sagt Peterson.
Der Briefträger brachte kürzlich bei der Jahrestagung der US-Postbotengewerkschaft den Antrag auf eine Änderung der Bekleidungsvorschriften und die Genehmigung des Dienstrocks ein.
Über tausend Briefe hatte er vor der Konferenz verschickt, mit Fotos, die ihn in einem Rock-Prototyp zeigen. "Bitte öffnet eure Herzen und Nähte und stimmt für mehr Bequemlichkeit für Briefträger", warb er bei den Kollegen um Unterstützung.
Doch vergebens. Der Gewerkschaftsvorstand sprach sich gegen den Vorschlag aus, da es nicht genug Nachfrage nach männlichen Dienströcken gebe, um sich deswegen mit einer Resolution abgeben zu müssen. Die große Mehrheit der Delegierten schmetterte den Antrag ab.
Petersons Vorfahren kommen aus Finnland und Norwegen, Schotten sind keine darunter. Doch seit einem Schottlandurlaub vor ein paar Jahren haben es ihm die Kilts, die dort getragen werden, angetan. Egal ob beim Einkaufen, der Gartenarbeit, bei Konzerten oder Sportwettkämpfen der Söhne: Immer trägt Peterson einen Rock.
Die "sich nicht gabelnden Kleidungsstücke" - so nennt Peterson die Röcke etwas geschwollen - "sind bei weitem bequemer und passen besser zur Anatomie des Mannes als Hosen oder Shorts", erklärt der Rockfan. "Sie engen die Beine nicht ein und zwängen keine Genitalien ein, wie dies Hosen und Shorts tun."
Von dem jüngsten Rückschlag bei der Gewerkschaftstagung will sich Peterson nicht entmutigen lassen. Bei der nächsten Konferenz in zwei Jahren werde er seinen Antrag noch einmal einbringen, kündigte er an.
jdl/AP
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