Mittwoch, 10. Februar 2010

Panorama



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05.03.2009
 

Vom Stiefvater vergewaltigt

Neunjährige treibt Zwillinge ab

Ein Familiendrama spaltet Brasilien: Im Bundesstaat Pernambuco hat eine Neunjährige Zwillinge abgetrieben, nachdem sie von ihrem Stiefvater vergewaltigt und geschwängert worden war. Ein katholischer Bischof bezeichnete den Eingriff, obwohl er legal ist, als "schweres Verbrechen".

Recife - Der behandelnde Arzt Sérgio Cabral sagte der Zeitung "O Globo" nach der Operation: "Es wäre sehr riskant gewesen, wenn sie die Kinder ausgetragen hätte." Der Uterus der Neunjährigen sei noch nicht voll ausgebildet. Wenn alles gut gehe, müsse seine Patientin nach dem Abort noch eine Woche ruhen und könne dann ihr gewohntes Leben wieder aufnehmen.

Durch eine Vergewaltigung war das Mädchen aus Alagoinha im nordöstlichen Bundesstaat Pernambuco schwanger geworden. Der Stiefvater soll dem Blatt zufolge die Tat gestanden haben. Er wurde bereits festgenommen.

Abtreibungen sind in Brasilien nur erlaubt, wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung oder das Leben der Mutter akut bedroht ist. Viele Frauen treiben aus sozialer Not heimlich mit dem Medikament Cytotec ab, einem Prostaglandin, das dazu führt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und das Embryo ausstößt.

Das "Diario de Pernambuco" schreibt in seiner Online-Ausgabe, der Erzbischof von Recife, José Cardoso Sobrinho, habe die Abtreibung trotz der dramatischen Umstände verurteilt. Er bezeichnete den Eingriff als ein schweres Verbrechen und "Mord an zwei unschuldigen Leben."

Der Arzt Sérgio Cabral erklärte, er habe sich verpflichtet gefühlt, "einer armen Familie beizustehen", und zwar "im Rahmen der Legalität".

ala

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