Peking - Für ein Bauprojekt am Danjiangkou-Stausee will die chinesische Regierung Hunderttausende Menschen zwangsumsiedeln. Wie nationale Medien am Sonntag berichteten, ist soll für das Nord-Süd-Wassertransferprojekt in den Regionen Hubei und Henan die Staumauer erhöht werden. Daher sei eine Umsiedlung der Anwohner erforderlich.
Etwa 230.000 Bewohner sollen in rund 50 nahe gelegenen Bezirken untergebracht werden. Das erklärte Projektleiter Zhang Jiyao der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Wo die übrigen rund 100.000 Betroffenen leben sollten, wurde nicht mitgeteilt.
Bei dem Projekt soll Wasser aus dem Jangtse, dem längsten Fluss Chinas, in den trockenen Norden Chinas geleitet werden. Die Gegner befürchten Nachteile für die Umwelt, eine geologische Gefahrenquelle und negative Folgen für die Bevölkerung.
Bereits im kommenden Jahr sollen laut Xinhua Teile des Umverteilungssystems in Betrieb genommen werden, so dass bis zu einer Milliarde Kubikmeter Wasser an die Hauptstadt Peking geliefert werden könnten.
Die Idee zur Realisierung der riesigen Staumauer existiert schon seit Jahrzehnten. Auch Revolutionsführer Mao Tsetung versuchte in den fünfziger Jahren, das Projekt zu realisieren, der Versuch scheiterte jedoch an den zu hohen Baukosten.
Die Umsiedlungen sollen laut Website des Projektes bis Ende 2013 abgeschlossen werden.
jjc/dpa/AP/AFP
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