Columbia - Eine Exhumierung brachte die rabiaten Methoden des Bestattungsunternehmens aus Allendale im US-Bundesstaat South Carolina ans Licht.
Der 60-jährige James Hines war im Oktober 2004 an Hautkrebs gestorben. Seine Familie wählte für das Begräbnis einen Sarg in Standardgröße. Der Bestatter meldete trotz "Übergröße" der Leiche keine Bedenken an. Ein Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens löste das Problem dann offenbar auf seine Weise: Er sägte die Beine mit einer Kettensäge ab - ohne die Angehörigen darüber zu informieren.
Bei der Beerdigung sei nur der Oberkörper des Toten zu sehen gewesen, den Rest habe man verhüllt, berichtete die Witwe. Bereits kurz nach dem Tod ihres Mannes seien die ersten Gerüchte aufgekommen. Schließlich nahmen sich die Justizbehörden der Sache an und veranlassten die Exhumierung.
Für das Beerdigungsunternehmen bedeutete der ruppige Umgang mit der Leiche das Ende: Der staatliche Ausschuss für Bestattungsunternehmen verfügte die Schließung der Firma. Der verantwortliche Geschäftsführer Michael Cave muss ein Bußgeld von 500 Dollar zahlen und die Ermittlungskosten von 1500 Dollar tragen.
ala/AP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Gesellschaft | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH