Montag, 23. November 2009

Panorama



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16.08.2009
 

Großeinsatz am Badesee

Polizei fahndet nach Krokodil

Zwei Mädchen schlugen Alarm: Die beiden 15-Jährigen berichteten der Polizei von einem kleinen Krokodil in einem bayerischen Badesee bei Pressath. Eine große Suchaktion blieb erfolglos - doch die Wasserwacht wird den Weiher am Wochenende weiter beobachten.

Pressath - Ein angeblich in einem Badeweiher gesichtetes Krokodil hat am Samstag Polizei und Wasserwacht im bayerischen Pressath in Atem gehalten. Eine große Suchaktion mit etwa 55 Einsatzkräften wurde eingeleitet - blieb allerdings ergebnislos. Zwei 15 Jahre alte Mädchen hatten die Polizei verständigt, weil sie das Reptil am Freitagabend gegen 21 Uhr gesehen haben wollen.

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DPA

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Sie hätten in einem Gebüsch am Weiher ein auffälliges Geräusch gehört, berichtete ein Polizeisprecher. Als sie sich näherten, sei nach ihrer Darstellung ein etwa ein Meter langes Krokodil daraus hervorgekommen, in den Weiher gekrochen und abgetaucht.

Am Samstagmorgen erläuterten die Mädchen der Polizei direkt am Badeweiher noch einmal ihre Beobachtungen. Dass es sich bei dem Tier um den heimischen Biber gehandelt haben könnte, der ihnen wohl bekannt sei, schlossen die Schülerinnen aus. Vielmehr habe das von ihnen beobachtete Tier eine spitze Schnauze gehabt, sei braun-grünlich gewesen und habe über zwei Höcker auf dem Kopf verfügt.

Da die Schilderungen den Polizisten glaubhaft erschienen, wurde der Badeweiher abgesperrt und Kontakt mit einem Reptilienfachmann des Tiergartens Nürnberg aufgenommen. Dabei habe man sich nach dem Verhalten und den Nahrungsgewohnheiten derartiger Reptilien sowie möglichen Gefahren erkundigt, berichtete die Polizei.

Wasserwacht bleibt wachsam

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass möglicherweise ein Krokodil von einem Unbekannten ausgesetzt wurde und man für den Nachmittag bei sonnigem Wetter wieder mit Badegästen rechnete, wurde schließlich eine Suchaktion eingeleitet. Zunächst nahm sich dabei eine Beamtin mit einem Polizeihund das Ufergebüsch vor, ohne aber außergewöhnliche Entdeckungen zu machen.

Anschließend übernahmen die örtlichen Wasserwachten mit fünf Einsatzbooten die Krokodilsfahndung. Mit Paddeln versuchten sie, das mögliche Reptil aufzuschrecken und ans Ufer zu treiben. Als auch dies ergebnislos blieb, wurde die Suche gegen Mittag abgebrochen und der Weiher in Absprache mit dem Pressather Bürgermeister Konrad Merkl wieder für den Badebetrieb freigegeben.

Weiterhin sollte der Weiher am Wochenende aber von der Wasserwacht beobachtet werden, "um weiteren verdächtigen Wahrnehmungen sofort nachgehen zu können". Ausdrücklich lobte die Polizei das Verhalten der Mädchen. Es sei absolut richtig gewesen, sich in diesem Fall an die Polizei zu wenden.

Von Marina Antonioni, ddp

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