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23.10.2009
 

Tödliche Attacke

Notruf-Mitschnitt belegt Brutalität der S-Bahn-Prügler

Zivilcourage: Der Fall Dominik Brunner
Fotos
DDP

"Motherfucker", "Fuck, fuck, fuck" - und Schreie wie von einem Tier: Die Polizei besitzt Zeitungsberichten zufolge eine Tonbandaufnahme von der tödlichen S-Bahn-Attacke gegen Dominik Brunner. In dem Notruf-Mitschnitt ist einer der beiden Täter zu hören - mit geradezu bestialischen Lauten.

München - Der 50-jährige Dominik Brunner war am 12. September an einer S-Bahnstation in München Solln zu Tode geprügelt worden, als er vier Kinder vor zwei jugendlichen Schlägern beschützte. Der Geschäftsmann wurde solange mit Fäusten und Tritten malträtiert, bis er zusammenbrach und starb. Insgesamt erlitt Brunner dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion zufolge 44 Verletzungen, von denen 22 in ihrer Gesamtheit zum Tode führten.

Nun wurden noch mehr Details über die grausame Tat bekannt: Die "Bild"-Zeitung hat einen Mitschnitt von Brunners Notruf bei der Polizei veröffentlicht. "Wir haben die Tötung auf Band. Das Ganze dauert höchstens eine Minute", sagte ein Ermittler dem Blatt zufolge. Es sei schrecklich anzuhören, "wie ein Mensch totgeschlagen wird". Man höre einen schreienden, tobenden Täter - von der Stimme her höchstwahrscheinlich der 18-jährige Markus S. "Er schreit wie ein Tier", so der Ermittler weiter, "wie von Sinnen".

Man höre, dass geschlagen werde, "in schneller Abfolge." Der Schläger rufe dabei immer wieder "Motherfucker" und "Fuck, fuck, fuck". Der andere Täter sei auf dem Band nicht zu hören. Brunner konnte demnach nicht mehr laut um Hilfe rufen: Man höre nur ein "unverständliches Murmeln", stellten die Ermittler fest.

Dass während der tödlichen Prügelattacke ein Handy eingeschaltet war, war bisher nicht bekannt. Die Existenz des Tondokuments kam laut "Süddeutscher Zeitung" nebenbei heraus. In dem derzeit laufenden Prozess um die Entführung und Tötung von Ursula Herrmann sagte eine Phonetik-Expertin des Landeskriminalamtes aus und führte als Beispiel für die Analyse von Tonaufzeichnungen das Beispiel von Solln an.

Wie die Aufnahme zustande kam, ist noch unklar. Brunner hatte sich schon im Zug schützend vor vier Kinder im Alter zwischen 13 und 15 Jahren gestellt, die von den Schlägern bedroht und attackiert worden waren. Über Handy verständigte er die Polizei und stieg mit den Kindern in Solln aus. Markus S., 18, und Sebastian L., 17, folgen ihm.

Ob er beim Aussteigen aus der S-Bahn erneut den Notruf gewählt hatte oder ob während der Schlägerei versehentlich die Wahlwiederholung betätigt wurde, konnte Oberstaatsanwalt Hajo Tacke laut "Süddeutscher" nicht sagen. Die Aufnahmen würden derzeit vom Bayerischen Landeskriminalamt begutachtet.

S. und L. wurden in Untersuchungshaft genommen, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Bundespräsident Horst Köhler ehrte Brunner postum mit dem Bundesverdienstkreuz.

siu

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29.10.2009 von Thomas Müntzer:

Natürlich mussen auch die kranken Seelen geheilt werden. Meine am besten gleich mit. Und die meiner Nachbarn auch. mehr...

29.10.2009 von Eberschmidt:

Das letzte stimmt auf jeden Fall. Leider löst das aber nicht alle Probleme. Ich spreche aus Erfahrung. mehr...

29.10.2009 von Thomas Müntzer:

Ohne den Kapitalismus, der Billigarbeiter brauchte, wären die alle gar nicht hier. Und die jetzigen Niedriglöhne und Lebensumstände sind ausser liebloser Erziehung verantwortlich für die Bedingungen und die dunkle Stimmung, [...] mehr...

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Definitiv nicht, zumindest nicht bei bei Judengewalt. Meist sind diese Auseinandersetzungen und Übergriffe Affekthandlungen die auch mit Kameraüberwachung stattfinden. Ein gutes Beispiel ist die Kameraüberwachung auf St.Pauli [...] mehr...

28.10.2009 von sitiwati: noch mal

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