Riad - Die Journalistin Rosanna al-Yami soll für eine umstrittene Sendung hart bestraft werden. Ein Gericht hat die 22-Jährige zu 60 Peitschenhieben verurteilt - wegen ihrer Arbeit für den libanesischen Fernsehsender LBC, in dem über Sexualität gesprochen wurde. Sie ist die erste Journalistin Saudi-Arabiens, der diese drakonische Strafe auferlegt wurde.
Al-Yami arbeitete Teilzeit für eine Fernseh-Show, in der ein Gast offen über sein erotisches Leben sprach und Sexspielzeuge präsentierte. Der Beitrag sorgte im streng islamischen Königreich für großes Aufsehen. "Ich bin zu frustriert und zu wütend, um Berufung gegen das Urteil einzulegen", sagte die Journalistin in einer ersten Reaktion. Zudem fürchte sie, dass ihr in diesem Fall letztlich eine noch schlimmere Strafe drohen würde.
Über das Urteil zeigte sie sich dennoch irritiert. Sie habe den Richter so verstanden, dass er die ursprüngliche Anklage gegen sie fallen gelassen hatte. Diese bezog sich auf direkte Mitwirkung an der fraglichen Sendung. Dennoch sei sie als Abschreckung zur Auspeitschung verurteilt worden. "Alle Journalisten werden durch mich bestraft", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, ihm seien keine Einzelheiten zum Richterspruch bekannt. Auch wann die Strafe vollstreckt werden soll, blieb zunächst unklar.
1000 Peitschenhiebe für den Gast
Der Mann, der in der Sendung zu Wort kam, war bereits zuvor zu fünf Jahren Gefängnis und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden. Die Verurteilung erfolgte gemäß der Scharia, dem islamischen Recht, wegen "unmoralischen Verhaltens". Zudem verlor er seinen Job bei der staatlichen saudi-arabischen Fluglinie.
Der Mann warf dem libanesischen Sender LBC vor, ihn ausgetrickst zu haben. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er bei den Gesprächen über sein Sexleben gefilmt worden sei. Sein Anwalt betonte, der Fall hätte vor einem Sondergericht für Medienangelegenheiten beim Informationsministerium verhandelt werden müssen. Dass dies nicht geschehen sei, widerspreche saudischem Recht.
Dschawad hatte in der im Juli bei LBC ausgestrahlten Sendung von seiner Wohnung in Dschiddah aus über seine sexuellen Eroberungen gesprochen. Das Video-Internetportal YouTube dokumentierte seinen Auftritt, dadurch wurden auch ultrakonservative Kreise im Königreich auf ihn aufmerksam. Ihre Proteste sorgten für Dschawads Verhaftung.
Drei Freunde, die mit dem Mann gemeinsam in der Sendung aufgetreten waren, wurden mit je zwei Jahren Gefängnis und 300 Peitschenhieben bestraft. Ein Kameramann, der die Show filmte, erhielt eine zweimonatige Gefängnisstrafe.
Die saudi-arabischen Behörden hatten Anfang August angekündigt, dass sie das LBC-Büro in Dschiddah nach der von ihnen beanstandeten Fernsehshow geschlossen hätten. Dazu sagte die Journalistin, der Sender werde als "illegal" bezeichnet, aber erst kürzlich sei dort der saudi-arabische Informationsminister aufgetreten. Der Sender LBC wird von dem saudi-arabischen Milliardär Prinz El Walid ben Talal kontrolliert, zu dessen Medienimperium auch die Fernsehsender der Rotana-Gruppe gehören.
ssu/AFP/AP
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Sie tun ja fast so, als wären Kultur und Zivilisation irgendwann einfach so *da*, infolge einer evolutionären Entwicklung des Menschen, die nach und nach der Vernunft zum Durchbruch verhilft, so wie es Eigenart der Vögel ist, [...] mehr...
Ihre Darstellung ist richtig und falsch zugleich. Ueber diese koerperliche Zuechtigung in Saudi A. ist wohl bereits alles gesagt und so etaws ist und bleibt widerwaertig. Ihr emotionaler Ausbruch betreffs islamischer als auch [...] mehr...
Sie sollen doch nicht umdenken, was fuer Sie ohnehin nicht machbar waere. Plappern Sie also ruhig weiter ueber ihre angelesenen Luegengeschichten. Um zum Thema zurueckzukommen: Eine solchermassen indoktrinaere Haltung hat [...] mehr...
Selber Schuld. In diesem Laendern muss man eben aufpassen. mehr...
Hallo Pink, sehen Sie bitte einmal in Ihre PN. mehr...
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