Das Modefestival ist Teil der internationalen Modewoche in Malaysia und soll muslimischen Frauen zeigen, auf welch vielfältige Weise sie sich verhüllen können, sagte Gründer und Organisator Raja Rezza Shah dem Sender. Der 48-Jährige hat das Event 2006 geschaffen, um islamische Mode stärker in den Mainstream zu bringen. Seitdem hätten mehr als 200 Designer aus aller Welt teilgenommen, die Hälfte von ihnen Nicht-Muslime. Raja Rezza Shah sieht großes Potential in Kuala Lumpur als Zentrum des islamischen Modemarkts: Malaysia mit seinem Mix aus malayischen, chinesischen und indischen Bevölkerungsgruppen sei ideal, weil hier die religiösen Regeln nicht so streng seien wie im Mittleren Osten. Er hoffe, dass Verhüllung zunehmend nicht mehr als extremistisch oder altmodisch angesehen werde. Allerdings gebe es Kritik von Muslimen, die sich daran störten, dass die Models nicht komplett verhüllt seien.
Die Designerin Nuraini Mohammed Ariffin hat sich einer besonderen Bekleidung angenommen: der Bademode. Die 37-Jährige war es leid, nicht in öffentliche Schwimmbäder gehen zu können, weil normale Badeanzüge zu freizügig waren, und kreierte einen Badeanzug für die muslimische Frau. Dieser besteht aus einem Anzug, der einem Neopren-Surfanzug ähnelt, einer Tunika mit Reißverschluss, einem Kopftuch und einer Badehaube. Seit fünf Jahren ist sie damit auf dem Markt und spürt inzwischen, dass Konkurrenz aufkommt. Das zeige, dass es Interesse an islamischer Bademode gebe, sagte sie der BBC.
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