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17.11.2009
 

Armut

50 Millionen Amerikaner hatten 2008 nicht genug zu essen

Es ist eine der reichsten Industrienationen der Welt, doch immer mehr Menschen in den USA hungern: Knapp 50 Millionen Amerikaner hatten im vergangenen Jahr Schwierigkeiten, sich ausreichend zu ernähren. Das geht aus einer Studie des US-Landwirtschaftsministeriums hervor.

Washington - In 14,7 Prozent der amerikanischen Haushalte wurde es im vergangenen Jahr mehr als eng: Einer Studie des Landwirtschaftsministeriums zufolge hatten knapp 50 Millionen Amerikaner 2008 nicht genug zu essen. Das entspricht einem Anstieg von gut drei Prozentpunkten im Vergleich zu 2007 und ist die höchste Quote seit Einführung der Statistik im Jahr 1995.

Die Betroffenen hätten für einen aktiven und gesunden Lebensstil nicht genug zu essen, hieß es. Unter ihnen waren auch 16,7 Millionen Kinder, 4,3 Millionen mehr als 2007. Landwirtschaftsminister Tom Vilsack sagte, die Zahlen dürfte in diesem Jahr wegen der Wirtschaftskrise noch weiter gestiegen sein. Amerika müsse sich jetzt ernsthaft um dieses Problem kümmern.

Präsident Barack Obama nannte die Ergebnisse der Studie beunruhigend. Auch andere Indikatoren wie der Anstieg der Anträge für Essensmarken und die wachsende Nachfrage nach Lebensmittelhilfe zeigten, dass immer mehr Menschen hungerten. Die wichtigste Aufgabe sei es nun, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, hieß es in einer Erklärung des US-Präsidenten.

han/AP

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