ThemaWinter 2010/11RSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
10.12.2009
 

Wintereinbruch

Mehrere Tote bei Wetterchaos in den USA

Hunderte ausgefallene Flüge, unterbrochene Stromversorgung, tödliche Unfälle: Ein plötzlicher Wintereinbruch hat in zahlreichen US-Bundesstaaten Chaos verursacht, mindestens 16 Menschen kamen ums Leben. Meteorologen kündigen weitere Niederschläge an.


Washington - Am Mittwoch (Ortszeit) hat ein schwerer Wintersturm weite Teile der USA lahmgelegt. Laut einem Bericht der landesweiten Tageszeitung "USA Today" hat der plötzliche Kälteeinbruch bislang mindestens 16 Tote gefordert - die meisten davon aufgrund von wetterbedingten Verkehrsunfällen. So starb in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska eine 28-Jährige, als ein Laster beim Ausparken ins Rutschen kam und die Frau erfasste.

Heftiger Schneefall und Glatteis sorgten in mehreren Bundesstaaten im Mittleren Westen für chaotische Verhältnisse. Hunderte Flüge fielen aus, Schulen wurden geschlossen, die Stromversorgung brach teilweise zusammen. Auch auf den Flughäfen rund um New York kam es wegen der Wetterbedingungen zu mehrstündigen Verspätungen.

"Ein Sturm von dem Ausmaß, wie er über weite Teile des Landes gefegt ist, ist wirklich selten", sagte eine Meteorologin des nationalen Wetterdienstes der "New York Times". Er setzte die Amerikaner rauen Mengen von Eis und Schnee aus.

Tatsächlich wurde in den Bundestaaten Iowa und Wisconsin fast ein halber Meter Neuschnee registriert. Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h führten zu meterhohen Schneeverwehungen. Zum ersten Mal seit Jahren blieben die Hörsäle der Universität Wisconsin wegen des Wetters geschlossen. "Das kommt selten vor, denn die Leute hier sind Schnee gewohnt", sagte ein Universitätssprecher der "New York Times".

Wegen der schlechten Sichtverhältnisse konnte Räumgerät in manchen Gebieten nur eingeschränkt genutzt werden, viele Autofahrer saßen stundenlang in ihren Fahrzeugen fest.

"Das ist der schlimmste Sturm, den wir seit langem erlebt haben", sagte ein Einwohner des Ortes Flagstaff in Arizona dem Fernsehsender ABC.

Schnee im Norden, Überschwemmungen im Süden

Und es droht neues Ungemach: In der Nacht auf Donnerstag bewegte sich der Schneesturm weiter in Richtung Ostküste auf die Neuengland-Staaten und Kanada zu. Dann könnten zwei Drittel des Landes betroffen sein, sagte der Meteorologe Jim Lee.

Im Süden des Landes kam es dagegen zu heftigen Regenfällen und zahlreichen Überschwemmungen. In Alabama landeten Helfer nach Berichten des Fernsehsenders CNN mit ihrem Gummiboot in einer Baumkrone. Sie hatten versucht, einen Autofahrer zu befreien - und waren dabei weggespült worden.

Ein anderer Autofahrer klammerte sich eine ganze Weile an einer Brücke fest, nachdem sein Auto in den Fluten eines Flusses weggespült worden war. Er konnte gerettet werden. Der Wind blies in Nashville (Tennessee) derart scharf, dass der Weihnachtsbaum vor dem Regierungsgebäude des Bundesstaats entzwei brach.

jok/hut/dpa/AP

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 20 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.12.2009 von Willie: -

Gestern war es bei uns -13C. Schnee haben wir etwa 3-4". Zu Thanksgiving waren noch nicht einmal die Gewaesser zugefroren. Im Vergleich zur Vergangenheit kamen der erste Schnee relativ spaet und relativ wenig. Die Kaelte [...] mehr...

11.12.2009 von cccc_ccc_c: Hunderte Schulen geschlossen?!

Das mag zwar in Deutschland dramatisch klingen, aber hier in den USA werden Schulen vorsorglich geschlossen, wenn Schnee fuer die Morgenstunden angesagt wird. Die Ausfalltage werden am Anfang der Sommerferien nachgeholt... Wegen [...] mehr...

11.12.2009 von arborea: Winterloch

Das ist doch gerade der Beweis für den Klimawandel. Ein "Sommerloch-Thema" im Spätherbst. mehr...

10.12.2009 von coriolanus: Churchill, Hudson Bay: minus 32 Grad

Ich kann nur für Berlin/Potsdam sprechen, 4 Grad und dauernd Regen. Aber ich sehe gerade, daß in Churchill an der Hudson-Bay die Eisbären jetzt aufs Eis dürfen und Robben fangen. Denn dort sind es schon sage und schreibe minus [...] mehr...

10.12.2009 von saul7: So

sind wir wieder einmal Zeugen eines sich ständig verändernden Klimas mit oder ohne menschliches Zutun. mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
alles aus der Rubrik Gesellschaft
alles zum Thema Winter 2010/11

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Verwandte Themen







TOP



TOP