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18.12.2009
 

Libanon

Dutzende Schiffbrüchige wurden gerettet

Nach dem Untergang eines Frachters vor der libanesischen Küste wurden von den mehr als 80 Menschen an Bord des verunglückten Schiffes mindestens 30 gerettet. Mehrere Opfer konnten nur tot geborgen werden. An der Rettungsaktion beteiligten sich auch zwei Schiffe der Bundesmarine.


Beirut - Die Hilfe kam schnell und rettete vielen Menschen das Leben: Der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter "Danny F II" war am Donnerstag rund 20 Kilometer vor der Hafenstadt Tripolis im Mittelmeer bei rauer See gekentert. Etwa zwei Stunden später trafen zwei Schiffe der Bundesmarine, die im Rahmen der Uno-Mission UNIFIL in dem Seegebiet unterwegs sind, ein und konnten Überlebende retten. Auch ein Schiff der italienischen Marine sowie neun Boote der libanesischen Marine und ein syrisches Schiff kamen zur Hilfe.

Wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam am Freitag mitteilte, nahmen die Schiffe "Mosel" und "Laboe" zusammen 26 Verunglückte auf. Die genaue Zahl der Geretteten war zunächst unklar - es wurden 31 bis 50 Überlebende gemeldet. Insgesamt waren bei dem Unglück mehr als 80 Menschen an Bord gewesen.

Mindestens vier Opfer wurden tot geborgen. Nach Angaben der Polizei kam der britische Kapitän des Frachters ums Leben. Nach den übrigen Schiffbrüchigen wird noch gesucht. Die Rettungsbemühungen wurden durch hohe Wellen behindert.

Wie der Bundeswehrsprecher berichtete, nahmen die Schiffe "Laboe" und "Mosel" mit den 26 Überlebenden und vier Toten an Bord Kurs auf Tripolis. Anschließend sollten sie ins Unglücksgebiet zurückkehren.

Die meisten Besatzungsmitglieder des Unglücksfrachters stammten aus Pakistan und von den Philippinen. Der Frachter hatte Tausende Schafe und Rinder an Bord und war nach ersten Erkenntnissen auf dem Weg von Uruguay in die syrische Hafenstadt Tartus, als er kenterte. Am Unglücksort hatte laut Bundeswehr raue See mit drei bis vier Meter hohen Wellen geherrscht.

siu/DAP/dpa

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