"Der Hauptauftraggeber ist eine Person, die nicht in Polen lebt und nicht die polnische Staatsangehörigkeit hat", sagte Wrona. Er wollte nicht den Bericht des polnischen TV-Senders TVN 24 kommentieren, nach dem "die Spur nach Schweden führt". Wrona sagte jedoch, bei einem "europäischen Land" werde um Amtshilfe nachgesucht.
Nach dem Diebstahl wurden fünf mutmaßliche Täter festgenommen, von denen einer die Aussage verweigert, während die vier anderen Geständnisse ablegten. Der Diebesbande wurde den Ermittlungen zufolge eine Prämie von 20.000 Zloty (umgerechnet 4780 Euro) versprochen. Innerhalb der Gruppe war offenbar jener mutmaßliche Täter der Anführer, der nun die Aussage verweigert. Über ihn sollen die Kontakte zum Auftraggeber gelaufen sein.
Der Sprecher der Polizei in Krakau, Dariusz Nowak, bestätigte vor Journalisten, dass seit Beginn des Diebstahls Spuren im Ausland verfolgt würden. Er wollte jedoch keine Details nennen. Die Polizei hatte nach Bekanntwerden des Diebstahls am Freitag Europol und Interpol aktiviert.
Der Polizeisprecher präsentierte auch den in drei Teile zerlegten Schriftzug. Die polnische Polizei hatte den berüchtigten Schriftzug "Arbeit macht frei" am Montag beschädigt wiedergefunden. Die Diebe hatten das "i" des Wortes "frei" am Tatort liegen lassen. Gegen die vier geständigen Täter wurde nach Justizangaben Anklage wegen Diebstahls und Beschädigung eines zum Weltkulturerbe gehörenden Gegenstands erhoben. Der fünfte Mann wurde weiter verhört.
Im NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden zwischen 1940 und 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen, davon eine Million Juden, systematisch umgebracht. Unter den Opfern waren auch nicht-jüdische Polen, Roma und sowjetische Kriegsgefangene. Die zynische Inschrift "Arbeit macht frei" versinnbildlicht die menschenverachtende Ideologie der Nazis. Die verbliebenen Gebäude und Ruinen des Lagers wurden 1947 als Museum eingerichtet. Im vergangenen Jahr besichtigten rund eine Million Menschen die Gedenkstätten.
jjc/AFP
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