"Wir glauben, wir haben ausreichend Beweise, um Anklage zu erheben - zumindest gegen einen von beiden, vielleicht sogar gegen beide", sagte Wrona. Der mutmaßliche Auftraggeber habe die Gedenkstätte im vergangenen Frühjahr gemeinsam mit zwei Polen besucht und diese mit dem Diebstahl beauftragt. Dies hätten die wegen des Diebstahls festgenommenen fünf Polen gestanden.
Die polnische Justiz will die zwei verdächtigen Schweden nun befragen. "Wir haben Schweden gebeten, die Daten der beiden Männer zu bestätigen", erklärte Wrona. Von den schwedischen Behörden hingen die weiteren Schritte der polnischen Ermittler ab. Möglicherweise werde Polen einen internationalen Haftbefehl erwirken.
Berichte, wonach es eine Verbindung zwischen den Dieben und Neonazis gebe, dementierte der Krakauer Staatsanwalt. Die Tat war den Ermittlern zufolge von Gewinnstreben motiviert und nicht politisch.
Der fast fünf Meter lange und 30 Kilogramm schwere Schriftzug war am 18. Dezember vom Eingangstor des früheren Konzentrationslagers entfernt und später beschädigt wiedergefunden worden. Der Diebstahl löste international Empörung aus.
Wrona zufolge könnte der Schriftzug bis zu der Gedenkfeier zur Befreiung von Auschwitz am 27. Januar wieder über dem Eingang stehen. Zur Zeit hängt dort eine Nachbildung des Originals.
Im nationalsozialistischen Vernichtungslager Auschwitz wurden mehr als eine Million Menschen ermordet. Die meisten Opfer waren Juden aus Osteuropa. Das Lager wurde am 27. Januar 1945 von sowjetischen Truppen befreit.
siu/APD/Reuters
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