Laut Informationen des Bayerischen Rundfunks haben sich zwei Erwachsene und zwei Kinder in dem Gebäude aufgehalten. Mit zwei Verschütteten sollen die Rettungskräfte zwischenzeitlich Kontakt aufgenommen haben. Am späten Abend bargen die Helfer eine Person tot aus den Trümmern. Dabei soll es sich um den 45-Jährigen Familienvater handeln. Weiterhin vermisst werden die Mutter und die beiden 16 und 18 Jahre alten Söhne.
Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich laut Polizei äußerst schwierig: "Wir können kein schweres Räumgerät einsetzen und müssen uns buchstäblich mit den bloßen Händen vorarbeiten", erklärte der Sprecher vor Ort. Er sprach von einem "etwa busgroßen Felsbrocken", der aus einer rund 15 Meter hohen, steilen Felswand gestürzt sei und das Haus in einen riesigen Schutthaufen verwandelt habe.
Geologen sind bereits vor Ort, offenbar besteht die Gefahr weiterer Steinschläge. Sicherheitshalber wurden auch die umliegenden Gebäude evakuiert, die Bewohner in Zelten untergebracht.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz ist mit insgesamt 220 Mann im Einsatz, um die Vermissten zu bergen, wie die Polizei in Traunreut weiter mitteilte. Auch eine Rettungshundestaffel wird eingesetzt.
jok/dpa-AFX/ddp
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