Die Romeikes und ihre Kinder leben seit 2008 in Morristown, Tennessee. Sie verstehen sich als evangelikale Christen und vertreten die Ansicht, dass das deutsche Bildungssystem Werte vermittelt, die gegen christliche Grundsätze verstoßen.
Die aus Bissingen an der Teck stammenden "roh-MY-kees" (Washington Post) hatten die drei ältesten ihrer Kinder von der Schule genommen. Mehrfach forderten die örtlichen Behörden sie auf, die Kinder zum Unterricht zu bringen - vergeblich. Im Oktober 2006 stand erstmals die Polizei vor der Tür und brachte die Kinder in die Schule.
Flucht in die USA
Als das Bundesverfassungsgericht im Mai 2006 bestätigte, dass die Schulpflicht einzuhalten und Verstöße dagegen als Ordnungswidrigkeit zu ahnden seien, entschlossen sich die Romeikes, in Richtung USA zu fliehen: "Wir wussten, dass wir das Land verlassen mussten", sagte der Familienvater vor Gericht.
In den vergangenen 10 bis 20 Jahren sei ein zunehmender Verfall der christlichen Werte an deutschen Schulen zu beobachten gewesen, erklärte der Flüchtling. In einem Interview sagte Romeike außerdem, seine Kinder hätten an deutschen Schulen mit Gewalt und Mobbing zu kämpfen gehabt.
Der deutsche Generalkonsul für den Südosten der Vereinigten Staaten, Lutz Gorgens, sagte der "Washington Post", Deutschland verfüge über ein großes Angebot an Bildungsmöglichkeiten. Die Eltern könnten wählen zwischen öffentlichen, privaten und religiösen Schulen, einschließlich alternativer Einrichtungen wie Waldorf- oder Montessorischulen. Die Schulpflicht sichere einen hohen Bildungsstandard für alle Kinder.
Der "Post" zufolge kann die Entscheidung des Gerichts noch gekippt werden. Die Anwälte der Familie erklärten, sie hofften, das Urteil werde Einfluss auf die öffentliche Meinung in Deutschland haben.
ala/APD
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was verstehen Sie unter "Recht" außer dem inflationären Wunsch alles tun zu können, was einem gerade so in den Kram paßt? Ich sehe hier lediglich gesetzlichen Spielraum. Man könnte natürlich die allgemeine Schulpflicht [...] mehr...
Sie machen daraus unnötigerweise eine Entweder-Oder-Situation. Schon das Grundgesetz sieht das anders. Erziehung liegt in der Verantwortung der Eltern, diese Verantwortung und die damit verbundenen Rechte sind aber nicht [...] mehr...
Kinder sind ein Teil der Familie, in der sie aufwachsen. Ob das gut oder schlecht für sie ist, steht aussen vor. Das hat per se auch nichts mit Religion zu tun. Es gibt eine Menge Familien, die nicht religiös sind aber arm und [...] mehr...
Dem steht eine Schulpflicht in keinster Weise im Wege. mehr...
wo sind hier Ursache und Wirkung? Ich habe den starken Eindruck (auch aus den Fernsehberichten über diese Familie), daß ein bedeutender Teil der sozialen Probleme der Kinder etwa in der Schule eben durch die Eltern verursacht [...] mehr...
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