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05.03.2010
 

Glatte Straßen

Winter-Comeback erwischt Autofahrer kalt

Wintereinbruch: Tief "Yve" bringt Eis und Schnee
Fotos
DPA

Von wegen Frühling: Starke Schneefälle haben im Norden und der Mitte Deutschlands zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt. Auf glatten Straßen ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Für Teile der Republik gelten Unwetterwarnungen.

Hamburg - Die Rückkehr des Winters mit erneutem Schneefall hat am Freitagabend in Norddeutschland zahlreiche Autofahrer ins Rutschen gebracht. Betroffen war zunächst vor allem Schleswig-Holstein. In den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und der Stadt Flensburg krachte es innerhalb einer Stunde 15-mal. "Die Autofahrer fahren langsam, aber nicht langsam genug", sagte ein Polizeisprecher in Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg). Es blieb in den meisten Fällen bei Blechschäden.

In Hamburg begann es am Abend ebenfalls zu schneien, hier wurden innerhalb von drei Stunden etwa 80 Unfälle gemeldet. Für weite Teile Nord- und Mitteldeutschlands besteht eine Unwetterwarnung. Bis zum Morgen erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen fünf und zehn Zentimetern Neuschnee im Norden, örtlich können es sogar bis zu 15 Zentimeter werden. In den frühen Morgenstunden soll der Schneefall nachlassen, die Lage dürfte sich im Laufe des Sonnabends entspannen.

Auch in Baden-Württemberg, Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens müssen sich Autofahrer auf Behinderungen einstellen. Für den Bereich zwischen Köln, Dortmund und Siegen herrscht sogar die zweithöchste Warnstufe. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee und Verwehungen sind hier möglich.

Ursache für den erneuten Wintereinbruch ist das Tiefdruckgebiet "Yve". Von der Nordsee kommend verlagert es sich nach Süden und bringt bis zu den Alpen winterliches Wetter mit Neuschnee und Eis, teilten Meteomedia in Bochum und der DWD in Offenbach mit. Auch im südlichen Deutschland muss laut DWD am Samstag mit Schnee gerechnet werden. In höheren Lagen kommt es bei lebhaftem Wind teilweise zu Schneeverwehungen. "Die Gebiete nordöstlich der Elbe werden von 'Yve' zwar verschont, kalt wird es aber für alle", sagte Meteomedia-Meteorologe Andreas Wagner.

Auch Rettungsfahrzeuge in Unfälle verwickelt

Ein Sachschaden in Höhe von 200.000 Euro und 14 beschädigte Autos sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls in Halle (Kreis Gütersloh) am Freitagabend. Hinter einer Bergkuppe war ein Wagen wegen des starken Schneegestöbers gegen die Leitplanke gerutscht, sagte ein Polizeisprecher in Gütersloh. Nachkommende Fahrer prallten gegen das liegengebliebene Auto, darunter auch zwei Rettungswagen und das Einsatzfahrzeug eines Notarztes, die zu der Unfallstelle gerufen worden waren. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Räumarbeiten werden voraussichtlich noch bis in den Samstag andauern, sagte der Polizeisprecher.

Die Schneefälle sorgten auch am Flughafen Bremen für Beeinträchtigungen. Die Maschinen hatten wegen des Wetters bis zu eineinhalb Stunden Verspätung, wie eine Sprecherin des Flughafens am Abend mitteilte. "Die Räumfahrzeuge sind permanent im Einsatz." Die Flugzeuge müssten enteist werden, hieß es. Auch in weiten Teilen Niedersachsens kehrte am Freitag der Winter mit Schneefall zurück.

Zwei schwere Unfälle auf der A4 bei Dresden

Auf der A4 bei Dresden war es auf glatten Straßen bereits am Morgen innerhalb weniger Minuten zu zwei Massenkarambolagen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, fuhren unweit des Dreiecks Dresden-West mindestens 35 Fahrzeuge ineinander. Die Polizei ging von neun Verletzten aus, darunter mindestens zwei Schwerverletzte.

Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Chemnitz stießen vor der Anschlussstelle Wilsdruff 26 Fahrzeuge zusammen. Darunter waren den Angaben zufolge elf Lkw, unter anderem ein Gefahrguttransporter. Dieser hatte Reinigungsmittel geladen, die aber unversehrt blieben. Bei dem Unfall wurden nach ersten Erkenntnissen vier Menschen schwer und zwei Menschen leicht verletzt. Die Polizei geht wegen der räumlichen Trennung nicht davon aus, dass die beiden Unfälle in einem Zusammenhang stehen.

Mehrere Autobahnabschnitte wurden wegen der Unfälle voll gesperrt. Die Polizei war mit 60 Beamten und einem Hubschrauber im Einsatz. Die Bergungsmaßnahmen und Vollsperrungen der Autobahn dauerten bis zum Nachmittag an.

jok/dpa/ddp

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06.03.2010 von MadMad: ...

Es kam auch wieder soooooooo überraschend. Seit Tagen wird von einem kalten WE gesprochen mit Schneefall. Ich verstehe es einfach nicht ! mehr...

06.03.2010 von mcmurdo: Willkommen, mcmurdo

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05.03.2010 von egonkling: unwetterwarnung

Ich verstehe das nicht! Unwetterwarnung bei 10 bis 15 cm Neuschnee. Kann denn der deutsche Autofahrer nicht mehr mit Schnee umgehen? Ich wünsche mir 10 - 15 cm Neuschnee damit es endlich schön raus gehen kann. mehr...

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