• Drucken
  • Senden
  • Feedback
10.03.2010
 

Koma im Mutterleib

Tot geglaubtes Elefantenkalb lebendig geboren

Tierpark Sydney: Elefantenkalb im Koma
Fotos
dpa

Die Trauer war groß, als Tierärzte bei einem ungeborenen Elefantenbaby im Zoo von Sydney keine Herztöne mehr feststellen konnten. Doch die befürchtete Totgeburt wurde zur normalen Entbindung eines lebendigen Kalbes - offenbar lag das Tier vorübergehend im Koma.

Sydeny - Noch vor zwei Tagen hatten Veterinäre und Pfleger des Taronga Park Zoos von Sydney das Kalb im Mutterleib für tot erklärt. In den frühen Morgenstunden brachte die Mutter, eine asiatische Elefantenkuh, dennoch ein sehr lebendiges und munteres Junges zur Welt.

"Als wir Pfleger heute morgen erfahren haben, dass das Kalb lebte, haben wir ganz schön erstaunt aus der Wäsche geguckt", sagte der Elefantenpfleger des Zoos, Gary Miller. "Wir konnten nicht glauben, dass das stimmt."

"Ein unglaubliches Glück" nannte die Verantwortlichen die gelungene Geburt. Zoodirektor Cameron Kerr hatte am Montag erklärt, dass das Kalb trotz der hervorragenden Arbeit eines versierten Expertenteams die sechstägigen Wehen im Mutterleib nicht überlebt habe. Demnach befand es sich in einer sehr ungünstigen Geburtsposition. Bei einer Untersuchung seien keine Herztöne mehr zu hören gewesen.

Jetzt sagte ein Sprecher, man vermute, der kleine männliche Elefant habe sich während der Geburt im Koma befunden. "Ein solcher Zustand würde das totale Fehlen der Vitalfunktionen während der Untersuchungen erklären", sagte Tierarzt Larry Vogelnest. Die kommenden 24 Stunden entschieden darüber, ob das etwa 100 Kilogramm schwere Kalb überleben werde oder nicht. Das Tier habe bereits seine ersten Schritte gemacht, dennoch sei es zu früh, zu sagen, ob es überleben werde.

Nur die Hälfte aller erstgebärenden Elefantenkühe bringen lebende Kälber zur Welt. Luk Chai, das erste Elefantenbaby, das je in Australien geboren wurde, kam 2009 im Taronga-Zoo zur Welt. Es wurde auf natürliche Weise gezeugt. Das jetzt geborene Kalb entstand durch künstliche Befruchtung.

ala/AFP

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
alles aus der Rubrik Gesellschaft

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP