Sydeny - Noch vor zwei Tagen hatten Veterinäre und Pfleger des Taronga Park Zoos von Sydney das Kalb im Mutterleib für tot erklärt. In den frühen Morgenstunden brachte die Mutter, eine asiatische Elefantenkuh, dennoch ein sehr lebendiges und munteres Junges zur Welt.
"Als wir Pfleger heute morgen erfahren haben, dass das Kalb lebte, haben wir ganz schön erstaunt aus der Wäsche geguckt", sagte der Elefantenpfleger des Zoos, Gary Miller. "Wir konnten nicht glauben, dass das stimmt."
"Ein unglaubliches Glück" nannte die Verantwortlichen die gelungene Geburt. Zoodirektor Cameron Kerr hatte am Montag erklärt, dass das Kalb trotz der hervorragenden Arbeit eines versierten Expertenteams die sechstägigen Wehen im Mutterleib nicht überlebt habe. Demnach befand es sich in einer sehr ungünstigen Geburtsposition. Bei einer Untersuchung seien keine Herztöne mehr zu hören gewesen.
Jetzt sagte ein Sprecher, man vermute, der kleine männliche Elefant habe sich während der Geburt im Koma befunden. "Ein solcher Zustand würde das totale Fehlen der Vitalfunktionen während der Untersuchungen erklären", sagte Tierarzt Larry Vogelnest. Die kommenden 24 Stunden entschieden darüber, ob das etwa 100 Kilogramm schwere Kalb überleben werde oder nicht. Das Tier habe bereits seine ersten Schritte gemacht, dennoch sei es zu früh, zu sagen, ob es überleben werde.
Nur die Hälfte aller erstgebärenden Elefantenkühe bringen lebende Kälber zur Welt. Luk Chai, das erste Elefantenbaby, das je in Australien geboren wurde, kam 2009 im Taronga-Zoo zur Welt. Es wurde auf natürliche Weise gezeugt. Das jetzt geborene Kalb entstand durch künstliche Befruchtung.
ala/AFP
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