Sofia - Die Mädchen Mary und Jacqueline wurden in der nordbulgarischen Stadt Plewen per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Die gesunden Säuglinge würden 500 und 900 Gramm wiegen, berichtete die Zeitung "24 Tschassa".
Die 62-Jährige war per künstlicher Befruchtung schwanger geworden. Sie hatte sich befruchtete Eizellen einer anderen Frau einsetzen lassen. Ursprünglich hatten sich drei Embryonen entwickelt, einer habe im vierten Schwangerschaftsmonat operativ entfernt werden müssen.
Der Psychiaterin aus der Donaustadt Russe war zuvor die Adoption eines Kindes wegen ihres Alters verweigert worden. Deshalb hatte sie sich zu der künstlichen Befruchtung entschieden. Nun wolle sie "in Rente gehen", hieß es in dem Bericht.
Ähnlich späte Geburten nach künstlichen Befruchtungen hatte es zuvor unter anderem in Rumänien, Großbritannien, Spanien, Indien und in der Türkei gegeben. Den Weltrekord als späte Erstgebärende hatte 2006 die Spanierin Maria del Carmen Bousada aufgestellt. Sie brachte mit 67 Jahren Zwillinge zur Welt. Bousadas Schwangerschaft hatte weltweit eine Ethik-Diskussion darüber ausgelöst, wie weit mit medizinischer Hilfe natürliche Grenzen verschoben werden dürfen. Im Sommer 2009 starb die Frau, ihre Kinder sind Vollwaisen.
ada/dpa
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