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26.06.2010
 

Bundeswehrbericht

Soldaten starben wegen schlechter Ausrüstung

Fahrzeug vom Typ "Yak": "Extrem gefährdet"Zur Großansicht
DDP / Bundeswehr/ PIZ Sanitätsdienst / Hans J. Hilgers

Fahrzeug vom Typ "Yak": "Extrem gefährdet"

Der Tod ihres Kameraden am 15. April in Afghanistan hätte verhindert werden können, davon sind Offiziere der deutschen Truppen überzeugt. Nach SPIEGEL-Informationen werfen sie der Bundeswehr eklatante Ausrüstungsmängel vor.

Hamburg - Es sind harte Vorwürfe, die Bundeswehroffiziere erheben: In einem internen Bericht für das Sanitätsführungskommando machen sie nach SPIEGEL-Informationen eklatante Ausrüstungsmängel für den Tod eines Kameraden verantwortlich. Es geht um Schwächen des Bundeswehr-Lkw "Yak". Diese seien bereits im Januar gemeldet, aber nicht abgestellt worden.

Die Mängel des von Rheinmetall Landsysteme und dem Schweizer Unternehmen Mowag gebauten Fahrzeugs seien auch bei der Attacke durch Taliban am 15. April 2010 von Bedeutung gewesen, bei der ein 33-jähriger Oberstabsarzt aus Ulm getötet wurde, heißt es in dem Bericht.

Damals waren die Deutschen während einer Operation nahe der Stadt Baghlan mit Panzerfäusten von den Aufständischen angegriffen worden. Dabei wurden laut Einsatzführungskommando vier Bundeswehrsoldaten getötet und fünf weitere verletzt. Zuvor waren am Karfreitag drei deutsche Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Acht weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Sie waren nahe Kunduz in die bislang schwersten Kämpfe seit Beginn des Einsatzes verwickelt worden.

Leichtes Ziel für den Gegner

In Bezug auf die Probleme beim "Yak" streichen die Offiziere einen Punkt dabei als besonders gravierend heraus: "Bei Beschuss sind die sehr exponiert liegenden Bremsleitungen, Druckbehälter und elektrischen Verkabelungen auf dem Fahrzeugrahmen extrem gefährdet." Bei dem Überfall im April sei eine Druckluftleitung getroffen worden, weshalb der "Yak" abrupt stehengeblieben sei.

Die Soldaten hätten die Feststellbremse nicht lösen können, weil sie dafür unter den Wagen hätten kriechen müssen. Das sei aber wegen des Feuergefechts nicht möglich gewesen.

Der "Yak" bot ein leichtes Ziel und wurde von einer Panzerabwehrrakete getroffen, die den Arzt tötete. Zudem habe das Fahrzeug weitere Mängel, etwa beim Bordfunk und bei der Motorleistung.

mik

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insgesamt 84 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.07.2010 von A. Kulawik: !

Ein Soldat sollte sich vor Allem der Lage entsprechend verhalten dürfen. Taliban tun das. Wir nicht. Darin liegt der Nachteil. Nicht in der Ausrüstung. mehr...

28.06.2010 von rkinfo: Wir hätten früher jeden Krieg verloren ...

Kommt davon wenn man gut ausgebildete Deutsche mit Gerät 2. Wahl in den Krieg schickt. *Wobei das ganze Zeug ja mal teuer angeschafft wurde um Horden an Russen abzuwehren* oder Armee-Trabbis. Jahrzehntelang haben wir [...] mehr...

28.06.2010 von sowosammerneger: *

Denn steht die Bundeswehr jetzt mit einem Messer in einer Schießerei ... Das liegt aber nicht dringend am Equipment sondern einer fragwürdigen Planung und Vorbereitung. mehr...

28.06.2010 von montgomery-burns: Titel sind lästig.

Eigentlich wollte ich nur sagen, dass die Taliban nicht gerade darauf achten ob sie Sanitäter oder Ärzte vor sich haben. Ob abgetarnt oder nicht. Den Taliban wäre es in beiden Fällen egal gewesen. Und wenn Sanitätsfahrzeuge zum [...] mehr...

27.06.2010 von jaggedneo:

Beschwerden sind an den Vorgesetzten zu entrichten bzw an den Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages. Der Punkt über mangelhafte Ausbildung kommt jedes Jahr im Bericht des Wehrbeauftragten vor. Sollten unsere lieben [...] mehr...

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Der Bundeswehreinsatz in Kunduz

Die Mission der Bundeswehr

AP
Die Bundeswehr engagiert sich seit 2003 in der nordafghanischen Provinz Kunduz. Im Rahmen der internationalen Sicherheits- und Aufbautruppe Isaf soll sie für ein stabiles Umfeld sorgen.

Kunduz war der erste Einsatzort der Bundeswehr in Nordafghanistan, wo inzwischen der deutsche Einsatzschwerpunkt liegt. Im Vergleich zum umkämpften Süden des Landes galt die Region lange als eher ruhig. Mittlerweile kommt es aber auch dort immer wieder zu schweren Anschlägen der radikal-islamischen Taliban.

Die Provinz Kunduz

Die Unruhe-Region Chahar Darreh

Die Kunduz-Affäre

Tod afghanischer Zivilisten






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