Miami - Wie leblos liegt die Frau auf dem Rücken, auf zerklüfteten spitzen Felsen. Gesicht und Körper sind von Öl verklebt. Die schwarze, dicke Flüssigkeit lässt ihr keine Möglichkeit, sich zu bewegen.
Verschmiert, besudelt und hilflos - so inszeniert der Fotograf Steven Meisel für die August-Ausgabe der italienische "Vogue" sein Model. Wie ein sterbendes Tier nach der verheerenden Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko windet sich Kristen McMenamy am Strand von Los Angeles.
Eines der Bilder zeigt die Blondine mit zersaustem Haar, über und über mit Öl beschmiert. Bekleidet mit einem zerissenen Netz und schwarzen Federn. Aus ihrem Mund spuckt sie Wasser, ihren Hals hält sie im Würgegriff fest umklammert, der Blick ist gequält.
"Die Fotos verharmlosen die Ölpest"
Die Reaktionen auf die Bilder sind unterschiedlich: aufgerüttelt, bewegt oder bestürzt zeigten sich die Modefans in verschiedenen Blogs. "Die Bilder verspotten BP, ich fühle mich davon nicht beleidigt", sagte Lauren Crappel aus Louisiana. "Die Fotos verharmlosen die Ölpest", empörte sich Virginia Contreras aus Navarre in Florida. "Niemand geht mehr an den Strand, und viele Menschen haben wegen der Katastrophe ihren Job verloren."
Dodai Stewart, stellvertretende Chefredakteurin des US-Blogs "Jezebel", findet die Aufnahmen schlicht vollkommen unangemessen. "Ich habe keine Aussage hinter den Bildern entdeckt. Die Ölkatastrophe wurde einfach als Kulisse benutzt. Was wirklich eine Aussage über ölverschmierte Vögel macht, ist das Bild eines ölverschmierten Vogels", sagte die Bloggerin.
"Auf die Natur achten"
Die Chefredakteurin der italienischen "Vogue", Franca Sozzani, blieb vage: "Die Botschaft, die wir durch die Bilder senden wollen, ist, dass man auf die Natur achten soll. Ich verstehe, dass es schockierend sein kann, das Ganze unter diesem Aspekt zu betrachten", sagte sie. Das Magazin wolle mit den Bildern auf die Ölpest aufmerksam machen. Politisch motiviert seien die Aufnahmen gleichwohl nicht. "Es geht hier nur um die Optik", bekennt die Chefredakteurin. "Es war uns wichtig, dass die Idee der Bilder direkt aus dem Leben kommt."
Der bekannte Modefotograf Meisel hatte die Bilderserie mit dem Titel "Water & Oil" in Los Angeles aufgenommen und weltweit für Aufsehen gesorgt. Miranda Lash vom Kunstmuseum in New Orleans sprach jedem Künstler die Freiheit zu, sich sein Thema selbst herauszusuchen. Dennoch gelte für sie wie für viele direkt von der Ölpest Betroffenen: "Wenn ich mir die Bilder ansehe, spüre ich Schmerz. Ich fühle mich verloren, und die Bilder machen mich traurig, da ich weiß, dass diese Katastrophe meine Gegend lange Zeit beschäftigen wird."
hip/AP
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Und lachend springt der Thunfisch in die Dose mehr...
Das Foto der Frau in Öl erinnert ein wenig an die - am Ende erfolglose - Benetton-Kampagne der 90er, in der Aufmerksamkeit mit anstößigen Motiven gesucht wurde. Bernd, www.ARTMaker.eu , Willich mehr...
Die Fotos sind schlecht. Hier geht es um Licht, Raumaufteilung, Perspektive..die sind technsich einfashc schlecht...Die Bilder berühren nicht, man kann Sie duirhcklicken. Ein Gutes Bild zeichnet sich dadurch aus, dass der [...] mehr...
..., es war ja auch für die Leserinnen der Vogue gedacht. mehr...
Ich glaube nicht, dass die Intention des Fotografen war, "gute" Fotos zu liefern (was auch immer Sie darunter verstehen). Bei diesem Umweltverbrechen gibt es nichts, das "gut" in Szene zu setzen waere. Es [...] mehr...
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