Schwulenparade in Tel Aviv 30.000 Homosexuelle feiern in Nahost

Es ist einer der wenigen Orte im Nahen Osten, an dem sich Homosexuelle öffentlich küssen dürfen: Zehntausende zogen bei der jährlichen Schwulenparade durch Tel Aviv in Richtung Mittelmeerstrand - leicht bekleidet, tanzend und sehr bunt.

DPA

Tel Aviv - Transvestiten, Tänzer und Partyvolk trafen sich am Freitag zur größten Homosexuellenparade des Nahen Ostens in Tel Aviv. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 30.000.

Schwule, Lesben und Zuschauer zogen bei sommerlichen Temperaturen von der Innenstadt in Richtung Mittelmeerstrand. Die häufig bunt oder nur spärlich bekleideten Teilnehmer schwenkten Fahnen und tanzten zu lauter Techno-Musik. Die Boxen standen auf Lastwagen, die sich im Schneckentempo durch die Menge schoben. Zum 14. Mal feierte die Community ihren Tag.

Hunderte Polizisten waren im Einsatz, wie der Sprecher der israelischen Polizei, Mickey Rosenfeld, sagte. Es habe aber keine Zwischenfälle gegeben. In Israel gilt seit 2001 ein Antidiskriminierungsgesetz, als einziges Land im Nahen Osten gibt es dort eine solche Regel.

Tel Aviv ist einer der wenigen Orte in der Region, an dem Homosexuelle sich trauen, Händchen zu halten oder sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Schwule dienen auch offen in der Armee. Anfang des Jahres wählten die Leser einer Reise-Website Tel Aviv als das beste Reiseziel für Schwule - noch vor Amsterdam und San Francisco.

lgr/dpa/AP

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